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Rostock Junge Mutter organisiert Basar rund um Kinderartikel
Mecklenburg Rostock Junge Mutter organisiert Basar rund um Kinderartikel
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00:00 08.05.2017

Strampler, Bodys und Baby-Accessoires stapeln sich auf Dana Reads Couch. An jedem Stück hängen Etiketten, alles häuft sie fein säuberlich in einen großen Karton. Endlich kann auch sie mal etwas von den aufgetragenen Sachen ihrer zweijährigen Tochter loswerden: Dana Read veranstaltet am Sonnabend, dem 13. Mai im Rostocker Freizeitzentrum in Reutershagen einen Basar für Kinderartikel.

Dana Read veranstaltet am Sonnabend, dem 13. Mai im Rostocker Freizeitzentrum in Reutershagen einen Basar für Kinderartikel. Quelle: Foto: Claudia Tupeit

Auf die Idee zu dem nach ihrer Aussage ersten Basar dieser Art in Rostock ist ihr Mann gekommen. „Ich stöbere nämlich selbst gern auf Flohmärkten rund um Rostock und kaufe dort Klamotten und Spielsachen aus zweiter Hand“, erzählt die 32-Jährige. Aber immer, wenn sie selbst bei einem dieser Märkte einen Stand anmelden wollte, habe es von den Organisatoren geheißen: ausgebucht! Da habe ihr Liebster, ein Brite, ihr geraten, selbst einen Verkaufsmarkt zu organisieren.

Nun schlägt die gebürtige Rostockerin gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Sie kann selbst etwas verkaufen, bietet statt im Umland, wo einige junge Eltern ohne Auto nur schwer hinkommen, in der Stadt einen Markt an. „Und ich habe mich bewusst für die Form eines Basars entschieden und nicht für einen Flohmarkt“, betont sie. Eben ohne Feilschen, dafür mit festen Preisen und ohne, dass die Anbieter am Verkaufstag alle selbst an Ständen stehen müssen.

Für die junge Mutter bedeutet das nun aber einen erheblichen Aufwand. Immerhin sind schon über 120 Anmeldungen von Verkaufswilligen bei ihr eingetrudelt. „Jeder darf bis zu 48 Artikel am Abend vorher im Freizeitzentrum abgeben und meine freiwilligen Helfer und ich sortieren das dann nach Kleidergröße beziehungsweise nach Spielzeugart“, erklärt Read, die nach der Hochzeit den britischen Namen ihres Mannes angenommen hat. Da 48 Sachen aber schnell erreicht sein können, empfiehlt sie jedem Teilnehmer, einfach „Päckchen“ zu schnüren, etwa zwei Strampler auf einmal oder eine Tüte Strumpfhosen. „Das zähle ich dann als einen Artikel.“

Ihre eigene Tochter sei fast nur mit Second-Hand-Sachen ausgestattet. Für sie gar kein Problem. „Die Kinder wachsen so schnell aus allem heraus und tragen die Sachen entsprechend nicht lange.“

Flecken sollten allerdings nicht mehr in der Kleidung sein. „Ich kann nur jedem Verkäufer empfehlen, dass die Sachen gewaschen bei mir und den Helfern abgegeben werden.“ Denn Strampler oder T-Shirts mit hartnäckigem Schmutz, aber auch mit fehlenden Knöpfen, kaputten Reißverschlüssen oder sonstigen Löchern sortiere Dana Read vor Verkaufsbeginn aus.

Ob ihr Basar eine einmalige Veranstaltung sein wird oder es – so ihr Traum – regelmäßig zwei Mal im Jahr stattfinden kann, vermag sie noch nicht einzuschätzen. „Das ist jetzt ein Probelauf, mal gucken, wie viel wir damit zu tun haben.“ Auf jeden Fall könnten noch mehr Sortierhelfer nicht schaden. Bei der Abrechnung hilft dann schließlich die Familie.

Basar und Flohmarkt

Feilschen ist auf dem Basar – anders als beim Flohmarkt – nicht erwünscht. Da die Verkäufer nicht an Ständen stehen müssen und ihre Waren anbieten, sondern vor Verkaufsbeginn bei der Organisatorin abgeben müssen, sind alle Artikel mit Etiketten versehen. Und auf denen sind Festpreise angegeben. Dana Read empfiehlt jedem Teilnehmer, Preise nicht zu hoch anzusetzen, um möglichst viel loszuwerden.

Der Kinderartikel-Basar von Dana Read findet am Sonnabend, dem 13. Mai von 10 bis 14 Uhr im Rostocker Freizeitzentrum in Reutershagen in der Kuphalstraße 77 statt. Eintritt ist frei, es wird keine Imbissstände geben.

Claudia Tupeit

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