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Rostock Junger Forscher bastelt am Quantencomputer
Mecklenburg Rostock Junger Forscher bastelt am Quantencomputer
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00:01 24.10.2017
Doktorand Lukas Maczewsky (li.) und Professor Alexander Szameit entwickeln „optische Computer-Chips“. Quelle: Foto: Uni Rostock/edeltraud Altrichter

Ohne Computer kann Lukas Maczewsky sich sein Arbeitsleben nicht vorstellen. Der 25-Jährige geborene Dresdner hat in Jena Mathematik und Physik für Lehramt studiert. Beim Studium merkte er, dass er tiefer in die Physik eindringen möchte. Der junge Mann belegte zusätzlich Kurse an der Uni und wählte Astronomie als Drittfach. „Beim Rechnen merkte ich, dass ich den Computer an seine Grenzen bringe“, sagt er. Er träumte darum davon, eines Tages mit an der Entwicklung eines schnelleren Quanten-Computers zu arbeiten.

Der Zufall stand Pate, als Lukas Maczewsky an einem „Tag für Physik“ in Jena den jungen Professor Alexander Szameit kennenlernte. Der 38-Jährige, der am Institut für Physik den Lehrstuhl für Experimentelle Festkörperoptik leitet, überzeugte Lukas Maczewsky, an die Uni Rostock zu kommen. Lukas folgte diesem Rat und ist nun bei dem anspruchsvollen Forschungsvorhaben „Entwicklung von optischen Computer-Chips“ für Quanten-Computer dabei.

„Diese Superrechner werden eines Tages eine gewaltige Rechenleistung ermöglichen“, sagt der junge Forscher, der sich in seiner Wahlheimat Rostock sehr wohl fühlt. Lukas tüftelt an seiner Doktorarbeit. Ihm ist es bereits gelungen, mit Hilfe topologischer Prinzipien, also mathematischer Gesetze, neue Möglichkeiten aufzuzeigen, Licht zu beeinflussen.

„Das ist ein abstraktes Konzept, das auf reale, optische Systeme übertragen und angewendet wird“, erläutert der junge Mann. „Mit der Topologie haben wir jetzt ein Werkzeug in der Hand, Licht entlang beliebiger Pfade zu leiten und damit eine neue Generation von Chips zu entwickeln“. Das sei Grundlagenforschung für einen neuen Typ von Computern.

Zauberworte für den neuen Computer sind Licht und Glasfaser. „Licht hat immer das Bedürfnis, breiter zu werden“, sagt Lukas. Dieses Phänomen nutzen die Rostocker Forscher. Wird Licht in Glasfasern eingekoppelt, bleibt es dort. Das Licht bleibt so breit, wie es einmal war. Setzt man zwei oder mehrere Glasfasern ein, wird das Licht kontrolliert breiter. „Es lässt sich manipulieren, tut also Dinge, die es sonst nicht tun würde“, so der junge Forscher.

Wolfgang Thiel

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