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Kamin dicht, Wasser weg: Kleinkrieg im Schloss geht weiter

GELBENSANDE Kamin dicht, Wasser weg: Kleinkrieg im Schloss geht weiter

und der Eigentümer des Jagdschlosses liegen erneut im Streit. Die Gemeinde zahlt ihre Rechnung nicht. Jetzt kommt der Fall vor Gericht.

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Quelle: Michael Schissler

Gelbensande. Jetzt qualmt es richtig im Streit zwischen dem Besitzer des Jagdschlosses Gelbensande, Dirk Elgert (42), Bürgermeister Lutz Koppenhöle (69) und der Mitarbeiterin des Fördervereins Jagdschloss Gelbensande Ellen Martens (55). Damit wird ein zweites Kapitel im Kleinkrieg zwischen den Beteiligten aufgeschlagen. Öffentlich wurde die neue Auseinandersetzung, weil es am Freitag, 15. März, vor einer Schlossführung aus dem Kamin qualmte und sich die Gäste zurückziehen mussten. „Elgert hat den Kamin zugestopft“, sagte dazu Ellen Martens, die die Museumsetage für den Förderverein des Jagdschlosses Gelbensande betreut: „Es ist aber nicht das erste Mal gewesen, beim Schottischen Abend am 24. Februar, war das schon einmal so.“

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Um einen Anwalt einschalten zu können, hat die Gemeinde Geld im Haushalt eingeplant.“Lutz Koppenhöle, Bürgermeister

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Bürgermeister Lutz Koppenhöle ist der jüngste Vorfall bekannt: „Wir haben an dem Freitag aber nichts mehr unternehmen können, weil wir unseren Rechtsanwalt für eine einstweilige Verfügung nicht mehr erreichen konnten.“ Wie der Kamin verstopft wurde, ist völlig unklar. „Es könnte eine Glasscheibe gewesen sein“, mutmaßt Ellen Martens. Nur einer könnte Auskunft darüber geben: der zuständige Schornsteinfeger. Der allerdings hält sich in dem Streit zurück, vor allem aus datenschutzrechtlichen Gründen.

Deutlicher wurde Dirk Elgert: „Die Betriebserlaubnis für den Schornstein ist erloschen.“ In den Kaminen dürfe gar kein Feuer entzündet werden. „Darüber habe ich die Gemeinde als Mieter der Museumsetage Anfang Januar informiert“, sagte er. „Die heizen da nun mit offener Gasflamme, und das habe ich dem Förderverein auch verboten“, sagt der Schlossbesitzer, der betont, „dass die Gemeinde die Gebühren für den Schornsteinfeger nicht bezahlt hat.“ Dem widerspricht Koppenhöle: „Wir haben die 90 Euro Gebühren bezahlt.“

Zwischen den Parteien geht es nicht nur heiß her, wenn es um den Rauchabzug geht. Auch beim Wasser schlagen die Wellen hoch. „Bei einer Veranstaltung hat er die Wasserzufuhr abgedreht“, sagt Lutz Koppenhöle. Der Bürgermeister wurde selbst aktiv: „Ich den Gästen ein paar Eimer Wasser für die Toilettenspülung hingestellt. Das fanden die gut.“

Derzeit ist die Wasserleitung zur Kaffeeküche in der Museumsetage gesperrt. Nach Ansicht von Dirk Elgert ließe sich das alles vermeiden, denn: „Die Gemeinde hat bei mir einen Betrag von 11 800 Euro für Betriebs- und Nebenkosten offen“, sagt er. Beispielsweise Fernwärmerechnungen, Wassergeld und Kosten für die Pflege des Schlossumfeldes. „Stimmt schon“, sagt Lutz Koppenhöle. Aber: „Wir bekommen ja auch keine richtige Rechnung, die wir über den Gemeindehaushalt begleichen können.“ Elgert sieht das anders: „Wie man mit solchen Mietern umgeht, kann man sich im Privatfernsehen anschauen.“

Der Streit zwischen dem Schlossherrn und der Gemeinde, die das Dauernutzungsrecht für die Museumsetage hat, dürfte erst noch auf seinen Höhepunkt zusteuern. Ein Anzeichen dafür: Die Gemeinde hat in ihren Haushalt 3000 Euro Anwaltskosten eingeplant. Das bestätigt Koppenhöle. Elgert habe die Gemeinde verklagt. Nach mehreren Verschiebungen soll die Verhandlung jetzt im Mai stattfinden.

Michael Schißler

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Auch im Winter geht es hinter den W�nden des Jagdschlosses hei� her.

Neue Konflikte in Gelbensande: Förderverein und Gemeinde streiten um nicht bezahlte Betriebs- und Nebenkosten, abgesperrte Wasserleitungen und den Schornstein.

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