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Kinder-Uni bittet zum spannenden Tauchgang

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Kinder-Uni bittet zum spannenden Tauchgang

Luftanhalte-Test und Notsignale gehören Mittwoch zur Vorlesung.

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Als Forschungstaucher war Gerd Niedzwiedz auch in der Antarktis im Einsatz. „Man sieht dann Dinge, die noch nie jemand vor mir gesehen hat“, sagt der Taucher. Er ist Gast der Kinder-Uni.

Quelle: Uni

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die nächste Vorlesung der Kinder-Uni ist garantiert ganz spannend, regelrecht atemberaubend. Denn Dr. Gerd Niedzwiedz (55) von Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock ist ein Forschungstaucher. Er erklärt den Kindern am kommenden Mittwoch ab 15 Uhr im Großen Hörsaal in der Ulmenstraße, was überhaupt ein Forschungstaucher ist, wie gründlich man für einen solchen Job ausgebildet sein muss, wo die Einsatzgebiete liegen und was alles vor und beim Tauchen beachtet werden muss.

„Als Forschungstaucher unter Wasser — atemberaubend(?)“, heißt sein Vortrag. „Es ist atemberaubend, weil ich Dinge unter Wasser sehe, die noch nie jemand vor mir gesehen hat, und es ist atemberaubend, weil einem auch einfach mal die Luft wegbleiben kann“, erklärt Gerd Niedzwiedz die zwei Seiten der Taucher-Medaille.

Der ausgebildete Ingenieur ist ein ganz erfahrener Forschungstaucher, der die Ausbildung in Rostock auch leitet. Kollegen von ihm arbeiten bei den Biowissenschaften, den Agrar- und Umweltwissenschaften, am Institut für Ostseeforschung in Warnemünde oder an der Landesforschungsanstalt für Fischerei. Sie alle müssen pro Jahr mindestens 12 Tauchgänge machen, damit sie nichts verlernen und ihren Status als Berufstaucher behalten können. Zählt Gerd Niedzwiedz seine beruflichen und seine Hobbytauchstunden zusammen, kommt er auf 1700 Stunden, die er schon unter Wasser war.

Das sind rund 70 Tage.

Sein Lieblingstauchrevier ist die Ostsee. „Jeder Tauchgang bietet irgend etwas Spannendes“, berichtet Niedzwiedz: Sei es eine besonders große Krabbe, die über den Sand stolziert, sei es ein Seehase, der sich am künstlichen Riff vor Nienhagen ein „Nest“ baut, sei es eine wunderschöne Seegraswiese oder sei es ein unbekanntes Wrack, das vergessen auf dem Meeresboden der Ostsee liegt.

Es gibt unterschiedliche Tauchanzüge. Die dicken Anzüge mit Helm und allem Drum und Dran wiegen rund 90 Kilogramm. Das ist ein Gewicht, wie es zwei durchschnittlich gewachsene zwölfjährige Jungen auf die Waage bringen. Klappt alles, bringt Niedzwiedz einen Taucherhelm mit in den Hörsaal. Wer den anheben will, braucht schon richtige Muskeln. Rostocks Chef-Taucher hat auch ein paar Kollegen zur Kinder-Uni eingeladen. Sie zeigen, wie Taucher mit einer langen Leine Notsignale senden können. Sie sind auch die Fachleute für einen Luftanhalte-Test, und sie demonstrieren, was wohl eigentlich in den Flaschen der Taucher ist — Luft, Sauerstoff oder Lachgas?

Kinder-Uni 17. April um 15 Uhr, Audimax, Ulmenstraße 69. Informationen: www.kinderuni-rostock.de

Vorlesung im Audimax
Die Kinder-Uni ist ein gemeinsames Projekt der Universität Rostock und der OSTSEE-ZEITUNG. Im Sommersemester gibt es wieder einmal im Monat eine Vorlesung. Am 17. April ist das Tauchen das Thema, am 22. Mai wird die Frage beantwortet, ob es gute Hexen und böse Feen gibt, und am 19. Juni geht es um die Welt der Fledermäuse. Beginn ist immer um 15 Uhr im Audimax, Ulmenstraße 69.

Thomas Sternberg

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