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Rostock Kinder erobern Müllfahrzeuge
Mecklenburg Rostock Kinder erobern Müllfahrzeuge
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00:00 09.09.2013
Brinckmansdorf

Seit sechs Jahren ist Heinz Rieck im Ruhestand. Doch die Verbindung zu seinem ehemaligen Betrieb Stadtentsorgung Rostock ist nie abgebrochen. Mit seinem Enkel Maximilian kam Heinz Rieck am Sonnabend zum Tag der offenen Tür der Stadtentsorgung — anlässlich des 60-jährigen Betriebsjubiläums.

Heinz Rieck war von 1991 bis 2007 Fahrer bei der Stadtentsorgung. Der Job habe ihm viel Spaß gemacht. „Die großartige moderne Technik, die heute zum Einsatz kommt, ist einfach überwältigend“, sagte Heinz Rieck und zeigte auf die Fahrerkabine eines der Müllbusse. „Der Fahrereinstieg ist fast zu ebener Erde, womit es für den Fahrer während der Tour wesentlich leichter ist, aus- und einzusteigen“, erklärte er.

Auch Gerhard Godejahn (82) und Manfred Hertle (79) sind von dem ebenerdigen Einstieg begeistert. Sie waren ebenfalls beide fast 40 Jahre lang bei der Stadtentsorgung als Fahrer tätig. „In puncto Müllabfuhr hat sich im Vergleich zu unserer Zeit so viel geändert. Wir mussten noch Blechtonnen vom Straßenrand zu den Autos hieven“, erinnerte sich Hertle. Und Gerhard Godejahn ergänzte: „Ohne die Stadtentsorgung wäre die Stadt nicht das, was sie heute ist.“

Regelmäßig treffen sich beide mit anderen ehemaligen Mitarbeitern ihres alten Betriebs zu sogenannten Veteranentreffen.

Wegen der modernen Technik der Müllfahrzeuge kamen auch Katrin und Marcel Rarrasch mit Sohn Arvid zum Tag der offenen Tür. „Kleine Jungs finden Autos nun mal interessant — und ganz besonders Müllautos“, sagten sie. Auch die Kinder von Christine Weyer und Marlene Meindl hatten dafür gesorgt, dass beide Mütter am Sonnabend früh aufstanden. „Sofern die Kinder auf der Straße die typischen Müllfahrzeuge sehen, winken sie den Müllmännern begeistert zu“, so Marlene Meindl. Familie Meiswinkel mit der kleinen Mieke bekam von einem Müllfahrer sogar einen Flyer vom Tag der offenen Tür in die Hand gedrückt.

Die Kinder bemalten Container, und etliche nutzten die Chance, einmal in der Fahrerkabine eines Müllfahrzeuges zu sitzen. Eva und Holger Gräntzdörffer waren wegen des Unternehmens gekommen. „Absolut interessant zu sehen, was mit dem Müll passiert“, sagten sie.

Claudia Haiplick