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Kinder gehen bald sicher zum Schulbus

CORDSHAGEN Kinder gehen bald sicher zum Schulbus

Die Ortslage Cordshagen bekommt einen Gehweg entlang der L 182. Anwohner und Gemeinde hatten jahrelang darum gekämpft. Vor zwei Jahren gab es einen schweren Unfall.

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Das Verkehrsaufkommen in Cordshagen ist immens. Oft passen keine zwei Fahrzeuge aneinander vorbei. Auch wird gerast. Fotos (4): Claudia Haiplick

Blankenhagen. Seit Jahren donnert der Verkehr durch Cordshagen. Auf der teilweise kurvenreichen Strecke passen knapp zwei Lkw aneinander vorbei. Fußgänger sind oft chancenlos und müssen ausweichen. Jetzt bekommt Cordshagen endlich einen Gehweg entlang der Landesstraße. Ein Unfall vor zwei Jahren, bei dem ein Mädchen von einem Fahrzeug verletzt wurde, löste heftige Diskussionen aus.

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Wir sind als Gemeinde überglücklich, dass es mit dem Bau des Gehwegs jetzt endlich klappt.“Detlef Kröger, Bürgermeister

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Jahrelang hatten die Anwohner schon vorher für einen Gehweg gekämpft, wollten den Bau an der viel befahrenen Straße aus Angst um ihre Kinder sogar aus eigener Tasche bezahlen. Alle waren sich darüber einig. Entsprechend den jeweiligen Möglichkeiten wollte jeder dazugeben, was er gekonnt hätte. Auch eine Tempo 30-Zone war im Gespräch.Aber so richtig ging das Vorhaben nicht voran.

„Bewegung kam erst in die Sache, als es vor zwei Jahren zu diesem Unfall kam“, sagt Anwohnerin Roswitha Krupke. Wieso müsse immer erst etwas passieren, fragt sie. Ihr Mann Claus Krupke und Nachbar Hans-Joachim Papstdorf gehören mit zu den Initiatoren der Gehweg-Initiative Cordshagen.

„Durch die Ortslage wird rücksichtslos und viel zu schnell gefahren“, so Hans-Joachim Papstdorf. Nur die wenigstens hielten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Im Sommer sei es am schlimmsten, wenn auf der B 105 Stau ist und viele Autofahrer dann über die Landesstraße durch Cordshagen fahren. „Motorradfahrer sind zum Teil so schnell unterwegs, dass man sie kaum sieht, bloß

hört“, sagt Papstdorf. Hinzu kommen die vielen Lkws zum und vom Düngemittelwerk in Poppendorf.

Mit den Arbeiten für den Bau des Gehwegs wird am 16. September begonnen. Auf einer außerordentlichen Sitzung gaben die Blankenhäger Gemeindevertreter im August für die Maßnahme „grünes“ Licht.

Bürgermeister Detlef Kröger: „Das Verkehrsaufkommen auf der Strecke ist immens. Anwohner haben große Sorgen wegen der Kinder.“ Zum Schulbus müssen die Jungen und Mädchen auf der Straße gehen. Da viele noch klein sind, werden sie zum Bus gebracht und abgeholt. Allein in der Kurve zwischen Forsthaus und Bushaltestelle leben 15 Kinder. Sieben davon auf dem Forsthof.

„Als Gemeinde haben wir uns jahrelang für den Gehweg eingesetzt. Im Zuge der Flurneuordnung Poppendorf ist es uns nun gelungen, eine Förderung zu bekommen“, freut sich Bürgermeister Kröger. Die Baumaßnahme kostet rund 398 000 Euro. Hinzu kommen 31 000 Euro für die Planung. Von der Flurneuordnung wird der Bau mit 259 000 Euro gefördert. Der Rest sind Eigenmittel der Gemeinde. Fertigstellung soll allerspätestens Ende November sein.

Damit die Baumaßnahme zügig beginnen kann, haben die Anwohner vor ihren Grundstücken schon mal Baufreiheit entlang der Straße geschaffen und Briefkästen abmontiert. Zum Teil müssen auch Hecken zurückgesetzt werden. Alles kein Problem. „Wir sind überglücklich, dass es jetzt endlich so weit ist“, sagt Roswitha Krupke. Und alle hoffen, dass die Arbeiten schnell fertiggestellt werden.

 

Claudia Haiplick

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