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Rostock Kinder, wie die Zeit vergeht!
Mecklenburg Rostock Kinder, wie die Zeit vergeht!
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00:04 07.05.2018
Anja Scharenberg ist die dienstälteste Erzieherin der Kita, hat ab 1984 hier ihren Beruf gelernt. Heute betreut sie die „Tautropfen“. Diese Kita-Gruppe zählt 18 Kinder. Vier davon: Fiete, Alexia, Greta und Emil (v.l.). Quelle: Fotos: Antje Bernstein
Evershagen

Entspannt lässt Fiete seine Beine über den Rand des Schaukelkorbs baumeln. Kleine Auszeit für den Knirps aus der „Tautropfen“-Gruppe. Rings um ihn her herrscht Trubel. Schlagerhits schallen über den Spielplatz. Zwei Dutzend Jungs und Mädels bringen eine Hüpfburg ins Wanken. Im Sand und auf den Wiesen toben Erzieher mit ihren Schützlingen umher. In Fietes Kindergarten, der integrativen Kita „Jona“, geht es heute noch kunterbunter zu als sonst. Die Einrichtung in Evershagen hat am Freitag ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert.

Integrative Kita „Jona“ feiert 40. Geburtstag mit Spielplatzfest

Von „Hummelhus“ zu „Jona“

280 Kinder besuchen die Kita „Jona“. Sie werden in vier Krippengruppen, zwölf integrativen Kita-Gruppen und zwei Hortgruppen von insgesamt rund 40 pädagogischen Mitarbeitern betreut. Seit 24 Jahren ist die Diakonie Stadtmission Rostock Träger der Einrichtung. Die Kita selbst wurde 1978 als „Hummelhus“ eröffnet.

40 Jahre – die Zeitspanne ist für ein Krippenkind wie Fiete unvorstellbar. Seine Erzieherin, Anja Scharenberg, hat sie hingegen nahezu komplett miterlebt. 1984 begann sie hier ihre Lehre. An ihren ersten Tag kann sie sich gut erinnern. „Ich war ziemlich aufgeregt.“ Damals war das Haus quasi neu. „Wir sind zusammen alt geworden“, scherzt die Erzieherin.

Heute ist Anja Scharenberg die Dienstälteste im Team. Das zählt insgesamt 40 pädagogische Mitarbeiter. Sie kümmern sich um insgesamt 280 Mädchen und Jungs. Viele von ihnen bedürfen besonderer Förderung. Gut ein Drittel hat Migrationshintergrund. „Wir sind eine richtig bunte Truppe“, sagt Andrea Piehl. Als Leiterin gibt sie seit Anfang Februar den Ton in der Kita an. Strikte Ansagen von oben geben es bei ihr aber nicht. „Bei unserem Konzept stellen wir unsere Kinder in den Mittelpunkt. Unsere Plüschis haben immer Mitspracherecht.“ Deshalb darf die Rasselbande auch entscheiden, was zukünftige Generationen an das 40-Jahre-Jubiläum erinnern soll. Ob Krippen- oder Hortkind – jede Kita-Gruppe hilft, eine Metall-Box zu bestücken: Spielzeug, Fotos, eine CD mit Lieblingsliedern aus vier Jahrzehnten sowie eine tagesaktuelle OSTSEE-ZEITUNG werden in der Zeitkapsel verstaut und mit dieser auf dem Spielplatz verbuddelt. Gleich daneben pflanzen Andrea Piehl und ihre Kollegen ein Gingkobäumchen. „Er ist unverwüstlich und steht für ein langes Leben“, erklärt die Leiterin.

Im Gegensatz zum Gingko ist die Kita „Jona“ fest in Evershagen verwurzelt. Auch wenn sie zunächst anders hieß. Ihren ursprünglichen Namen „Hummelhus“ hat die Einrichtung vor vier Jahren abgelegt. Zuvor hatte der Träger, die Diakonie Stadtmission Rostock, das Gebäude für knapp 2,5 Millionen Euro saniert. Fotos aus der Umbauzeit hängen heute in den Kita-Fluren. Auf jeder Etage erinnern Collagen an die zurückliegenden vier Jahrzehnte. Sie wecken bei Mandy Kokoschek viele Erinnerungen. Sie war Andrea Piehls Vorgängerin, hat die Kita mehr als neun Jahre lang geleitet.

Inzwischen ist sie Chefin der Kita „Sonnenkinderhaus“ in Lütten Klein. Das steuert ebenfalls auf ein Jubiläum zu. „Im September feiern wir 50. Geburtstag“, berichtet Kokoschek stolz. Doch das ist Zukunftsmusik, heute feiert sie mit ihren früheren Kollegen und den „Jona“-Kindern.

Auch Fiete hüpft nun von der Schaukel und will toben. Anja Scharenberg eilt dem Knirps hinterher. Ihr Job in der Kita „Jona“ bereitet ihr heute noch genau soviel Freude wie am ersten Tag, sagt sie.

„Ich bin hier sehr glücklich.“

Antje Bernstein

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