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Rostock Kindertag in Rostock: Besuch auf der Kinderkrebsstation / Spaß bei der Waldolympiade
Mecklenburg Rostock Kindertag in Rostock: Besuch auf der Kinderkrebsstation / Spaß bei der Waldolympiade
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00:05 02.06.2017
Brinckmansdorf

Da war selbst die kleine Lisa baff: Sonst immer unaufhaltsam auf Entdeckungstour, hält die Einjährige inne, als sie den hohen Besuch im Wintergarten der Kinderonkologie der Universitätsmedizin Rostock erblickt. Landessozialministerin Stefanie Drese (SPD), Klinikärzte und Vorstände der Unimedizin schauen auf die krabbelnde Patientin. „Ach Gott, ist die süß“, raunt jemand. Dann gibt es Geschenke: Zum Kindertag überreichte die Ministerin den jungen Patienten der Kinderklinik gestern Kinderbücher.

Da war selbst die kleine Lisa baff: Sonst immer unaufhaltsam auf Entdeckungstour, hält die Einjährige inne, als sie den hohen Besuch im Wintergarten der Kinderonkologie ...

„Guck’ mal, Mama.“ Freudestrahlend hält Alicia (7) ein Pokémon-Buch in die Höhe. Ihre Mutter freut sich. „Alicia liest viel“, sagt sie. Das Kinderbuch „Der kleine Drache Kokosnuss“ zaubert Maria ein Lächeln auf die Lippen. „Das kenne ich“, sagt die Fünfjährige. Ministerin Drese ist begeistert. „Oja, das finde ich auch toll. Ich lese dir meine Lieblingsstelle vor.“

Für die Kinder ist es eine schöne Abwechslung. Maria zum Beispiel hat eine lange Leidenszeit hinter sich: Bauchschmerzen und Tränen – alle 14 Tage musste die Kleine in die Klinik. Sie leidet an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, die als unheilbar gilt und für die es keine zugelassenen Medikamente gibt. Die Uniklinik führt hier daher gerade einen „ individuellen Heilversuch“ durch, wie Kinderklinikdirektor Michael Radke sagt. Hintergrund ist, dass es für die zugelassenen Medikamente nur Studien mit Erwachsenen gibt, nicht aber mit Kleinkindern. „Wir klären die Eltern darüber auf und sie müssen dann zustimmen“, so Radke. Bei Maria habe die Behandlung bereits angeschlagen: Es gehe ihr deutlich besser.

Rund 11000 Kinder behandelt die Universitätsmedizin pro Jahr, berichtet Radke. 3000 davon stationär und 8000 in einer der vielen Spezialambulanzen des Hauses. Die Kosten für eine Behandlung wie bei Maria liegen laut Radke bei 50000 Euro im Jahr.

Einen Einblick in die Arbeit an der Klinik erhält Ministerin Drese bei einem Rundgang. Radke stellt zwei Neuanschaffungen vor: einen strahlungsarmen Röntgenapparat und ein Endoskopiegerät. Beide verbesserten die Versorgung der Patienten erheblich, so der Professor. Gleichzeitig betont er aber auch, dass die Kinderklinik längst nicht mehr den modernen Anforderungen genüge. „Wir sind die einzige Uniklinik, die keine Fachärzte ausbilden kann“, sagt Radke. Grund sei ein alter politischer Fehler: In der Uniklinik gibt es keine Behandlung von Neugeborenen.

Auch sei die räumliche Situation schlecht. „Wir haben hier drei Standorte in einem Gebäude, die nicht gut miteinander verbunden sind.“ Seit Jahren schon fordern die Mediziner ein neues Eltern- Kind-Zentrum. „Mit jedem Tag, den wir das nicht haben, verlieren wir an Attraktivität“, sagt Radke. Dringend benötigte Fachärzte würden sich für andere Kliniken entscheiden.

Sozialministerin Drese verweist darauf, dass hier Harry Glawe (CDU) als Landesgesundheitsminister zuständig sei. Dieser hatte bereits angekündigt, dass das Land 40 Millionen Euro für ein neues Eltern-Kind-Zentrum in Rostock ausgeben wolle (die OZ berichtete). Konkrete Termine oder Pläne zum Neubau liegen Radke aber noch nicht vor.

Polizei übt mit Schülern Radfahren

Das Landespolizeiorchester eröffnete gestern zum ersten Mal den Verkehrssicherheitstag in der Jugendverkehrsschule im Barnstorfer Wald. Diesen Tag veranstaltete die Rostocker Polizei traditionell anlässlich des Kindertages.

Laut Polizeisprecher André Täscher seien 130 Kinder angemeldet gewesen. Mit unterschiedlichen Stationen wurden in diesem Jahr die dritte Klasse der Rudolf-Tarnow-Schule an den Umgang mit dem Fahrrad herangeführt. „Sie bereiten sich auf die Radfahrausbildung im nächsten Jahr vor“, sagt Präventionsberaterin Kerstin Lange.

Die Polizei baute verschiedene Stationen auf. Bei der sogenannten Rollerstrecke sollten die Kinder lernen, wie sie sich an Bahnübergängen verhalten sollten. Auch gab es ein Verkehrszeichenpuzzle.

Beim Fahrradparcours lernten die Kinder die wichtigsten Regeln für das Radfahren. Drittklässler Philip Wahl fand’s gut: „Mir hat das Verkehrsquiz am meisten Spaß gemacht.“ In seiner Freizeit fahre er sehr viel Rad. ce

Wissen und Sport: Schüler messen sich bei Waldolympiade

Jubel bei der Klasse 4a der St.-Georg-Schule: Die Schüler haben sich gestern den Pokal bei der Waldolympiade im Schweizer Wald gesichert. „Super“, sagte Mutter Waltraud Kröger. Sie meinte damit aber nicht den Sieg, sondern den pädagogischen Effekt: Durch die Olympiade hätten die Schüler ihr Wissen über den Wald festigen können – und gleichzeitig gesehen, wo es noch hakt, so Kröger.

Der Wettbewerbscharakter stand bei der Veranstaltung der Forstämter nicht im Vordergrund, sagt auch Bernhard von Finckenstein, Leiter des Landesforstamtes Billhagen. „Wichtig ist, den Kindern Wissen zu vermitteln und sie in Kontakt mit dem Wald zu bringen.“ Ein weiteres Element sei der Sport, sagt von Finckenstein. An sechs Stationen wurden die Schüler gefordert: vom Holzstapeln bis zum Weitspringen. Gleichzeitig entdeckten sie die Bäume und Tiere des Waldes.

Die Waldolympiade sei ein landesweiter Wettbewerb, der schon seit mehr als zehn Jahren existiere, so der Forstamtsleiter weiter. „Es wurden alle vierten Klassen des Landes aufgerufen an diesem Wettbewerb teilzunehmen“, erklärt von Finckenstein den Ablauf. Am Ende sollen die Landesgewinner gekürt werden, diese bekommen dann eine Führung durch den Wald ihres Gebiets.

In diesem Jahr starteten bei der Olympiade im Schweizer Wald drei Klassen aus der St.-Georg-Schule und eine aus der Gehlsdorfer Grundschule. „Jede Gruppe bekam ein Tier zugeteilt und musste einen Gruppenleiter bestimmen“, sagte Jörg Harmuth, Forstamtsleiter in Rostock. Betreut wurden die Kinder von den auszubildenden Sozialassistenten des Pädagogischen Kolleg Rostocks.

Auch das Trihotel beteiligte sich gern an dem Wettbewerb. Hotelbesitzer Benjamin Weiß sagt: „Eine super Sache. Wir sorgen ein bisschen für die Verköstigung. Ist ja anstrengend, so ein Tag im Wald“.

Am Ende bekamen alle Kinder eine Urkunde. Cosima Engel

André Wornowski

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