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Rostock Kleingärtner wehren sich gegen Rassismus-Vorwürfe
Mecklenburg Rostock Kleingärtner wehren sich gegen Rassismus-Vorwürfe
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07:02 30.11.2016
Wehrt sich gegen Rassimus-Vorwürfe einer Linken-Politikerin: Christian Seifert, Vorsitzender des Verbandes der Kleingärtner in Rostock. Quelle: Oliver Vogt
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Rostock

Der Rostocker Politik droht zur Weihnachtszeit eine regelrechte Schlammschlacht: Im Mittelpunkt stehen Nailia Ritter, Bürgerschaftsmitglied der Linken, und Christian Seifert, der Vorsitzende des gut 40 000 Mitglieder starken Verbandes der Gartenfreunde. Der Chef der Rostocker Kleingärtner fordert den Rücktritt der Politikerin von allen öffentlichen Ämtern – weil sie Schulden bei zwei Kleingartenvereinen nicht begleichen wolle und statt zu zahlen die ehrenamtlichen Vorsitzenden der Vereine massiv bedroht und diffamiert habe.

Ritter hingegen wirft den Kleingärtnern um Seifert eine rassistisch motivierte Kampagne gegen sich vor. Die Rostockerin, die in Baku geboren wurde und sich selbst als Migrantin bezeichnet, sagte der OZ am Telefon, dass Seifert und die Vereinsvorsitzenden ihre Ämter missbrauchen würden, um sie loszuwerden. Der Verbandschef würde versuchen, die Kleingärten von Migranten „zu säubern“. Seifert wehrt sich gegen diese Unterstellung mit allen Mitteln: Ritter lüge. „Das lassen wir uns nicht bieten. Das verbitten wir uns.“

Die Rostocker Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage gestern lediglich, dass eine Anzeige von Ritter gegen Seifert vorliege. Zum Stand der Ermittlungen äußerte sich die Behörde nicht. Die Fraktion der Linken in der Bürgerschaft geht indes auf Distanz zu ihrem Mitglied Nailia Ritter: „Wir haben als Fraktion und Partei nichts damit zu tun. Es handelt sich um einen privaten Rechtsstreit und wir halten uns raus“, sagt Parteichefin Eva-Maria Kröger.

Andreas Meyer

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