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Klinikmanagerin zieht mit guter Bilanz nach Frankfurt

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Klinikmanagerin zieht mit guter Bilanz nach Frankfurt

Schon nach einem Jahr war es Bettina Irmscher gelungen, die Unimedizin Rostock aus den roten Zahlen zu holen.

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Bettina Irmscher zieht es nach Frankfurt.

Quelle: Wolfgang Thiel

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die Uniklinik Rostock ist mit 3600 Beschäftigten einer der großen Arbeitgeber in der Region und schreibt seit neun Jahren schwarze Zahlen. Dass das so ist, daran hat Bettina Irmscher, die Kaufmännische Direktorin, großen Anteil. Nach zehn Jahren verlässt die in Hamburg geborene und in Frankfurt aufgewachsene Managerin nun Rostock. Sie wechselt zum 1. April 2013 in die gleiche Position des Frankfurter Universitätsklinikums. Die Gründe für ihren Wechsel seien privater Natur, sagt Bettina Irmscher.

Für ihre Verdienste um die wirtschaftliche Konsolidierung der Unimedizin in Rostock war sie 2010 zur „Klinikmanagerin des Jahres“ gewählt worden. Ihr war es schon nach einem Jahr gelungen, die Klinik aus den roten Zahlen zu holen.

Die studierte Betriebswirtin schob schnell und konsequent Veränderungen an. „Ich habe versucht, die Betroffenen mit einzubeziehen, beispielsweise bei der Frage, wie ein zentraler OP und die Intensivversorgung neu organisiert und zusammengeführt werden kann“, sagt sie. Zeitweise bekam die heute 55-Jährige viel Gegenwind. „Da schläft man schon schlecht, wenn Konflikte ausgehalten werden müssen“, sagt die sportliche Frau, die gern mit ihrem Hund unterwegs ist.

Es sei der Direktorin gelungen, widerstreitende Interessen unter einen kaufmännisch vertretbaren Hut zu bringen, lobt Staatssekretär Sebastian Schröder (SPD), Aufsichtsratsvorsitzender der Unimedizin. Irmschers Rezept: „Zahlen und Organisationsabläufe erklären, sich jedoch generell aus medizinischen Fragen raushalten.“

Aus Sicht der Managerin gibt es an der Unimedizin Rostock zwei Probleme. „Mit dem Bau sind wir nicht schnell genug vorangekommen. Es ärgert mich, wenn Patienten immer noch über den Flur zur Toilette gehen müssen.“ Da wünsche sie sich „mehr Herzblut und Engagement vom Bauherrn“, dem landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften. Die Klinikmanagerin hatte längst auf Synergien an einem Standort gesetzt, an dem mehrere Kliniken zusammengeführt werden. Bis jetzt Fehlanzeige. Inzwischen beträgt der Bauverzug mehrere Jahre.

Und dann gibt es noch ein bundesweites Problem für Unikliniken: „Wir haben zu wenig Investitionsmöglichkeiten für die technische Ausstattung und Medizingeräte“, bedauert die Direktorin.

Bettina Irmscher sei eine „beeindruckende Frau mit der Gabe zur tiefgründigen Analyse, ausgezeichnetem Zahlenverständnis und Weitblick“, würdigt Uni-Rektor Wolfgang Schareck. „Von ihr wurde erwartet, dass die Unimedizin Rostock sich weiterentwickeln konnte.“ Das sei geschehen.

Bei allen Veränderungen der Struktur konnte Bettina Irmscher auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten — und Mitarbeitern auf Wunsch individuelle Arbeitszeiten ermöglichen. Ein wenig stolz ist sie auch darauf, dass ein betriebseigener Kindergarten auf dem Uni-Campus gebaut werden konnte — mit Öffnungszeiten, die dem Schichtdienst der Mitarbeiter Rechnung tragen.

Wolfgang Thiel

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