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Kneipen sind beliebte Konzerthallen

Rostock Kneipen sind beliebte Konzerthallen

Tausende feiern beim Honkytonk in den Lokalen zwischen Doberaner Platz und Neuem Markt.

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Das Sydney Ellis Quartett brachte Blues und Jazz aus Los Angeles in die Rathaus-Arkaden. Beim Honkytonk-Kneipenfestival spielten Bands in 27 Lokalen in der Innenstadt. Fotos (5): Ove Arscholl

Quelle: OVE ARSCHOLL

Rostock. Im Lokal Burwitz am Neuen Markt ist kein Durchkommen mehr. Die Besucher des Kneipenfestivals Honkytonk stehen am Sonnabend eng an eng. Auf der kleinen Bühne singen die Hamburger Gossenhauer „Alt wie ein Baum“ von den Pudhys und die gesamte Kneipe singt mit.

„Hier herrscht gute Stimmung. Das ist handgemachte, bodenständige Musik und gefällt mir super“, sagt Dirk Johannisson, der mit seiner Frau Susi direkt an der Bühne steht. Die Parchimer sind fürs Wochenende in Rostock und wollen gleich in die nächste Kneipe ziehen. „Mehr als fünf werden wir wohl nicht schaffen“, sagt der 48-Jährige.

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Wir ziehen einfach umher. Zum Pflichtprogramm gehört jedoch die Rolling-Stones-Coverband.“Holger und Kerstin Krack (beide 49) aus Lütten Klein

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In 27 Kneipen wird an diesem Abend Live-Musik gespielt. Tausende Besuche des Kneipenfestivals pendeln zwischen Doberaner Platz und Neuem Markt hin und her, um sich die verschiedenen Bands anzuhören.

Von Rock über Blues bis hin zu Irish Folk ist für jeden etwas dabei. Zum achten Mal findet das Kneipenfestival mittlerweile in der Hansestadt statt.

Im Alex spielt die Band Diskant. „Das ist nicht schlecht, bisschen rockig“, sagt Julia Pittwohn. Die 22-Jährige besucht das Kneipenfestival zum dritten Mal und ist mit Freundin Christin Brech unterwegs. „Zur Kneipe passt rockige Musik gut. Wir trinken Bier anstatt Sekt und für so eine Kneipentour ziehen wir auch keine Hackenschuhe an. Das ist cool“, sagt die Krummendorferin. Die beiden wollen auf jeden Fall noch in die Schallmauer. Dort spielt die Rolling-Stones-Coverband Heart of Stones.

Das ist auch Pflichtprogramm für Kerstin und Holger Krack. „Wir haben uns schon zwei Bands angehört und gehen jetzt einfach mal weiter“, sagt Holger Krack. Bisher gefällt es den beiden super. Das Ehepaar aus Lütten Klein kommt gerade aus dem Cafe Central. Dort hört man Sängerin Jule Werne schon auf der Straße.

Und auch in der Langen Straße könnte man auf dem Fußweg tanzen. „Wenn bald Sommer wär“, singen Sconehead im Samtrot. Die unplugged Rockmusik hört man schon draußen vorm Eingang. Dort steht Julia Müller. „Die beiden sind gut, aber drinnen ist es ein bisschen zu laut“, sagt die 28-Jährige. „Ich höre gerne Rock, Jazz und Blues. Einfach Gitarrenmusik mit einer schönen Stimme dahinter“, so die Evershägerin. Zusammen mit Franziska Schulz will sie noch ein bis zwei Kneipen abgehen. „Das Kneipenfestival ist immer wieder gut“, sagt sie.

Um die Ecke im Zwanzig 12 im Wittespeicher ist es rappelvoll. Accustic Avenue spielen gerade „My Girl“ von The Temptations. Auf der Bank schaukeln Angela Maaß und Matina Öri im Takt mit. „Die Band ist super, hier ist eine schöne Stimmung“, sagt Angela Maaß aus Papendorf. Die Frauen sind zum zweiten Mal beim Honkytonk dabei und mittlerweile in der vierten Kneipe. „Mit Mühe schafft man wohl zehn. Die Lokale sind ja nicht weit auseinander“, sagt Matina Öri aus Biestow. Im vergangenen Jahr haben sie bis halb sieben gefeiert und erinnern sich noch gut daran.

Auch in den Rathaus-Akarden ist die Stimmung gut. Das Sydney Ellis Quartett spielt Blues und Jazz. Marie Fechner und Kristin Emmrich tanzen zur Musik. „Die Band klingt gut. Ich höre gerne Jazz“, sagt Marie Fechner. „Wir wollen auf jeden Fall noch zu Pizza Hut, da spielen Les Bummms Boys“, sagt die 22-Jährige.

Im Burwitz ist es in der Zwischenzeit nicht leerer geworden. „Die Stimmung ist gut“, sagt Walter Hansen von den Hamburg Gossenhauern, die zum ersten Mal in Rostock mit dabei sind. Sein Fazit: „Die Leute machen mit. Rostock scheint ganz cool zu sein.“

Party-Fotos bei OZ online
Tausende waren am Sonnabend beim Honkytonk-Festival in der Innenstadt zwischen Doberaner Platz und Neuem Markt unterwegs. Unser Fotograf hat die Stimmung, die Bands und die Besucher mit der Kamera festgehalten. Fotos finden Sie im Internet auf der Homepage der OSTSEE-ZEITUNG.

• Internet:
www.ostsee-zeitung.de/

Anja Levien

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