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Rostock Knoten geplatzt: Neuzugang Gulley drängt sich auf
Mecklenburg Rostock Knoten geplatzt: Neuzugang Gulley drängt sich auf
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00:00 12.02.2016
Neuzugang Shawn Gulley (l.) zeigte zuletzt ansteigende Form. Gegen Oldenburg könnte er erneut zum Zuge kommen. Quelle: Oz-Archiv/rené Warning
Rostock
Shawn Gulley machte nach der Partie gegen den SC Rist Wedel einen bescheidenen Eindruck. Und das, obwohl der 22-jährige Basketballer einen großen Teil zum zehnten Saisonsieg der Rostock Seawolves beigetragen hatte. 15 Punkte steuerte der Deutsch-Amerikaner zum Erfolg gegen die Schleswig-Holsteiner bei — persönlicher Bestwert für Gulley.

Es ist wichtig, dass er auf dem Boden bleibt und weiter Erfahrungen im Profi-Bereich sammelt.“Seawolves-Coach

Sebastian Wild (36) über Shawn Gulley

„Ich habe mich sehr über den Sieg gefreut. Wir haben in der Defensive als Mannschaft überzeugt“, sagte der 2,01 Meter große Athlet, der im vergangenen Sommer aus den USA in die Hansestadt zog. Gulley wechselte von den Temple Leopards, einem amerikanischen College-Team aus Texas, zu den Ostseestädtern. In seiner letzten Saison in den Staaten gehörte der Hüne mit durchschnittlich 20,4 Punkten und 9,7 Rebounds zu den Leistungsträgern. 2011 ging der Sohn eines US-Amerikaners, der in Berlin geboren wurde und aufwuchs, zusammen mit seiner Mutter in die Vereinigten Staaten.

Seit einigen Monaten ist er zurück in Deutschland. In seiner ersten Saison bei den Seawolves kam Gulley bisher in 18 Partien 15 mal zum Einsatz. Am vergangenen Wochenende präsentierte er sich in starker Verfassung, hatte nach zwischenzeitlichem Rückstand seines Teams mit zwei Drei-Punkte-Würfen vor der Halbzeit die richtige Antwort parat und betrieb Werbung in eigener Sache. „Ich hoffe, dass ich beweisen konnte, zu welchen Leistungen ich fähig bin.“

Den Coaches ist die Leistungssteigerung ihres Schützlings nicht entgangen. „Shawn hat in den vergangenen Wochen richtig gut trainiert“, lobt Co-Trainer Andreas Barthel den flexiblen Angreifer, der gegen Wedel 83 Prozent seiner Würfe aus dem Feld heraus traf und zwei Freiwürfe im Korb unterbrachte. „Das Wichtigste ist, dass er die Leistung diese Woche im Training bestätigt hat. Das ist eine Grundvoraussetzung, um sich eine Eintrittskarte für die Spiele zu ergattern“, betont Barthel.

Dieses Ticket war dem Jung-Profi in der laufenden Saison nicht immer vergönnt. „Wir wissen, dass Shawn großes Potential besitzt. Allerdings musste er sich erst daran gewöhnen, dass er bei uns eine andere Rolle einnimmt als in den USA. Dort war er ein Schlüsselspieler“, erläutert Cheftrainer Sebastian Wild. Damit Gulley diese Funktion zukünftig auch bei den Seawolves einnehmen kann, „ist es wichtig, dass er auf dem Boden bleibt und weiter Erfahrungen im Profi-Bereich sammelt“, ergänzt der 36-Jährige.

Morgen (19.30 Uhr, Stadthalle) kann Gulley seine Stärken erneut unter Beweis stellen. Dann empfangen die Seawolves die Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB, die sich zweimal in Folge den Meistertitel in der 2. Bundesliga ProB sicherte. Zwar konnte Rostock das Hinspiel in Oldenburg überraschend gewinnen (66:59), doch mittlerweile zählen die Gäste erneut zu den Titelaspiranten.

Coach Wild freut sich auf den Vergleich mit den Niedersachsen. „Wir haben in dieser Saison gegen die Top-Teams tolle Spiele geliefert und mehrfach knapp verloren. Am Samstag haben wir die Möglichkeit, zu zeigen, dass wir gegen solche Teams nicht nur mithalten, sondern auch siegen können.“ Mit dem elften Saisonerfolg würden die Rostocker den Play-off-Einzug vorzeitig perfekt machen.



René Warning

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