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Rostock Absack-Desaster muss Konsequenzen haben
Mecklenburg Rostock Absack-Desaster muss Konsequenzen haben
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07:42 11.10.2018
Andreas Meyer, Leiter der Rostocker OZ-Lokalredaktion, kommentiert das Holzhalbinsel-Desaster. Quelle: Cornelius Kettler/Benjamin Barz
Rostock

Nun also doch: Der Rostocker Steuerzahler wird die Zeche für die Probleme auf der Holzhalbinsel zahlen müssen. Der Begriff „Desaster“ ist da noch viel zu harmlos. 15 Millionen Euro stehen im Raum, die aus der Stadtkasse für die Sanierung des Vorzeigeviertels zu zahlen wären. 15 Millionen Euro – das sind drei neue (große) Sporthallen oder knapp die Hälfte der Kosten für eine neue Eis- und Schwimmhalle im Nordwesten.

Dass die Stadt nun sanglos, klanglos anerkennen will, dass sie zu zahlen hat – nein, so einfach darf man den Verantwortlichen das alles nicht durchgehen lassen. Mag sein, dass die Gewährleistung abgelaufen ist. Aber diese Mängel sind so dramatisch, dass entweder bereits bei den Planungen, bei der Erschließung oder dem Bau der Häuser im Quartier irgendetwas gewaltig schief gegangen sein muss. Das muss gründlichst geprüft werden – und das muss Konsequenzen haben.

Der Bürger wäre am Ende der Dumme

Auch wenn die Wiro die Kosten trägt, wäre am Ende der Bürger der Dumme: Entweder muss der Vermieter die Miete erhöhen, Neubauprojekte bleiben liegen oder die Stadt erhält keine Gewinne mehr von ihrer Tochter und muss ihrerseits verzichten. Mit diesen Optionen dürfen sich die Verantwortlichen nicht so einfach zufrieden geben.

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Andreas Meyer

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