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Rostock „Krake“ dringt in den Meeresboden ein
Mecklenburg Rostock „Krake“ dringt in den Meeresboden ein
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00:00 26.09.2018
Die Visualisierung zeigt den geplanten Inselhafen Prerow an der Seebrücke, der den Nothafen Darßer Ort ersetzen soll. Quelle: Foto: Tinus Medien /dpa
Prerow

Bis in 15 Meter Tiefe dringt die „Krake“ mit ihren Bohrern und Stangen in den Meeresgrund. Die Besatzung des Pontonschiffes untersucht vor der Seebrücke Prerow den Baugrund für den geplanten Inselhafen, nimmt Proben vom Meeresgrund. Die Bohrkerne sollen in einem Fachinstitut in Stralsund untersucht werden. Außerdem wurde mit einer speziellen Drucksondierung die Festigkeit des Ostseebodens untersucht. Schließlich sollen die Ständer der Verlängerung der Prerower Seebrücke sicher stehen und die Steine des

Schutzwalls nicht im schlammigen Untergrund versinken. „Wir sind damit schon in der technischen Detailplanung“, sagt Frank Weichbrodt, Projektchef vom Landesumweltministerium. Dabei steht ein sogenannter Scoping-Termin mit Vertretern von Umweltverbänden noch aus. Während der Runde wird das Untersuchungsszenario für den Bau des Inselhafens mit Verlängerung der Seebrücke abgesteckt. Weichbrodt geht davon aus, dass im kommenden Jahr das Planfeststellungsverfahren in Gang kommt und damit auch eine öffentliche Auslegung des Vorhabens erfolgt. Auf Basis der Messe

rgebnisse wird ein geotechnisches Gutachten erstellt. „Wir werden wohl keine Überraschungen erleben, da ist nur Sand“, sagte Wichbrodt.

Bei der Drucksondierung wird eine Stange in den Boden gepresst. Die dabei benötigten Kräfte werden ermittelt. Die Kombination beider Verfahren ergibt am Ende eine Übersicht über die Stabilität des zu bebauenden Ostseegrunds. Für die bereits existierende Seebrücke wird auf ältere Unterlagen zurückgegriffen. Der Inselhafen ist Ersatz für den Nothafen Darßer Ort. Dessen Zufahrt versandet regelmäßig, wird aktuell wieder ausgebaggert. Darum und aufgrund seiner Lage in der Kernzone des Nationalparks soll der Hafen in einem zu DDR-Zeiten ausgebaggerten Strandsee geschlossen werden.

Der Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ wird ebenso wie Fischerboote einen festen Liegeplatz im neuen Inselhafen erhalten. Das Kabinett in Schwerin hat

für die Planungen bereits grünes Licht gegeben. Knapp 29 Millionen Euro stehen für das Vorhaben zur Verfügung. Das Land wird den Inselhafen laut Umweltminister Till Backhaus (SPD) bauen, betreiben und auch unterhalten.

Das Arbeitsschiff „Krake“ kann sich bei entsprechender Wetterlage mit Hilfe von zwei „Stempeln“punktgenau über den Messpunkten fixieren. Die Wassertiefe in dem Bereich, in dem der Hafen entstehen soll, beträgt zwischen fünf und sechs Metern.

Prerows neuer Hafen

38 Meter lang ist das Pontonschiff „Krake“, das Proben für die Untersuchung des Baugrunds für den geplanten Inselhafen nimmt. 29 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Der neue Hafen bietet Platz für den Seenotkreuzer, Fischer- sowie Freizeitboote und hat einen Anleger für die Fahrgastschifffahrt.

700 Meter vor dem Ufer soll der Inselhafen in Verlängerung der Seebrücke entstehen. Betrieben wird der Hafen vom Land.

Timo Richter

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