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Kreativwerkstatt fertig — bald gibt‘s Workshops mit Künstlern

GÜSTROW Kreativwerkstatt fertig — bald gibt‘s Workshops mit Künstlern

Die Bauarbeiten am Neubau auf dem Gelände der Ernst-Barlach-Stiftung sind nach einem Jahr Bauzeit beendet. 340 000 Euro hat das Projekt verschlungen. Ab sofort können sich vorwiegend Kinder und Jugendliche in dem 130 Quadratmeter großen Bau mit 24 Arbeitsplätzen den Werken des Künstlers widmen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

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Der Neubau ist fertig. Geschäftsführer Volker Probst überreicht Museumspädagogin Ingrid Kiehl symbolisch den Schlüssel.

Quelle: Mathias Otto

Güstrow. Nach der Errichtung des Ausstellungsforums 1998 und eines Graphikkabinetts 2003 ist die Barlach-Stiftung am Güstrower Heidberg 15 mit der Kreativwerkstatt komplett. „Wir sind für das nächste Jahrzehnt gewappnet“, sagt Geschäftsführer Volker Probst (59). Nach den rückgängigen Besucherzahlen in Mecklenburgs Museen sei dieser Schritt mehr als notwendig gewesen.

Er überreichte Museumspädagogin Ingrid Kiehl symbolisch einen ein Meter großen Stahl-Schlüssel. Für die 63-jährige Mitarbeiterin ist damit die Voraussetzung geschaffen worden, um gezielter kulturelle Bildung und museumspädagogische Arbeit an einem außerschulischen Lernort anbieten zu können. „Wir finden in dem Gebäude optimale Bedingungen vor, um mit den Gästen zu arbeiten“, sagt Kiehl, die seit elf Jahren für die Barlach-Stiftung tätig ist.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt bei den Kindern. „Es ist wichtig, dass sie schon in ganz jungen Jahren an die Kunst herangeführt werden, sie sind die Besucher von morgen“, erklärt Geschäftsführer Probst. Die Jungen und Mädchen kommen sowohl im Rahmen des Unterrichts als auch von Ferienfreizeiten ins Museum.

Aber nicht ausschließlich für den Güstrower Nachwuchs sei das Angebot gedacht, „das ganze Land soll davon profitieren“, berichtet Sprecherin Carola Brauer (56). Sie hat schon mehrere Anfragen aufgenommen, eine kommt sogar aus Potsdam. 50 Schüler wollen sich mit den Werken Barlachs in einem Wochenendkurs beschäftigen. Auch eine Lehrerin aus Würzburg will mit ihren Schülern nach Güstrow fahren.

Mittelfristig sollen im neuen Gebäude der Stiftung Kreativkurse und Workshops mit Künstlern aus der Region angeboten werden. Außerdem werden Vorträge zu den jeweiligen Sonderausstellungen zum Stamm-Repertoire im Haus gehören.

Mathias Otto

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