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Rostock Kritik an Bauplänen auf der Mittelmole in Warnemünde
Mecklenburg Rostock Kritik an Bauplänen auf der Mittelmole in Warnemünde
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22:11 14.03.2019
Stellten die aktuellen Entwürfe vor: Amtsleiter Ralph Müller (v. l.), Anja Epper, Uta Janssen und Ralph Maronde. Quelle: OVE ARSCHOLL
Warnemünde

Das städtische Wohnungsunternehmen Wiro hat abgespeckt: Kein Neubau auf der Mittelmole soll mehr das Wiro-Hochhaus überragen. So sehen es die neuen Pläne für die Bebauung in Warnemünde vor. Das Unternehmen verliert dadurch rund 1000 Quadratmeter Wohnfläche; insgesamt sollen 300 Wohnungen entstehen. Doch trotz der Zugeständnisse regt sich weiter Widerstand gegen die Baupläne auf dem Filetgrundstück. Das ist am Donnerstag bei einem weiteren Informationsabend im Warnemünder Technologie-Zentrum erneut deutlich geworden. Rund 40 Besucher waren dabei.

„Fakt ist: Die neuen Pläne entsprechen nicht dem Bürgerschaftsbeschluss aus dem Jahr 2014“, sagt der Warnemünder Uwe Jahnke. In diesem sei nur eine Bebauung mit drei bis vier Geschossen vorgesehen. Die Vorstellungen der Wiro gehen darüber jedoch weiterhin hinaus. Geht es nach dem Willen des Unternehmens und der Stadtverwaltung soll die Bürgerschaft daher im Mai einen neuen Beschluss fassen. „Obwohl deutlich wird, dass die Mehrheit der Warnemünder dagegen ist“, moniert Jahnke.

Bürgerschaftsmitglied Helge Bothur (Linke) wirft Rostocks Stadtplanern vor, sich zu den Sachverwaltern der Wiro zu machen. „Die Menschen lehnen eine Bebauung in dieser Intensität und in dieser Höhe ab. Und trotzdem passiert es. Weil es nur um die Wiro und deren Interessen geht“, sagt Bothur.

Rostocks oberster Stadtplan, Ralph Müller, weist die Vorwürfe ausdrücklich zurück. In einer Gesprächsrunde mit allen Fraktionen der Bürgerschaft sei gemeinsam entschieden worden, dass der jetzige Weg eingeschlagen werde. „Wir brauchen Klarheit und wollen hier weiterkommen.“ Aktuell herrsche Stillstand. „Wir sind uns doch alle nicht glücklich, wie es auf der Mittelmole aussieht“, so Müller.

So sieht einer der Entwürfe für die Bebauung der Mittelmole aus. Hier geht es erst einmal allein um die Höhe der Häuser. Das Aussehen wird in einem Wettbewerb entschieden. Quelle: Wiro

Der Warnemünder Ortsbeirat hat den Bauplänen bereits mit großer Mehrheit zugestimmt. Allerdings zähneknirschend, wie Beiratschef Alexander Prechtel (CDU) berichtet. „Das ist ein Kompromiss, der wehtut, der aber eine deutliche Verbesserung zu vorher ist. Damit werden wir leben können.“ Auch sei dem Ortsbeirat das gewünschte Begegnungszentrum zugesichert worden. „Eine andere Frage ist, wo es entstehen soll“, so Prechtel.

Die neuen Entwürfe sehen weiterhin zwei Quartiere vor: Das „Stromquartier“ mitten auf der Mittelmole, überwiegend drei- bis viergeschossig, und das „Quintett“ an der Spitze rund um das Wiro-Hochhaus. Allesamt mit Tiefgaragen. Die Hochhäuser im „Quintett“ sind um ein bis zwei Stockwerke abgespeckt – kein Gebäude ist höher als 21 Meter.

Was auf der Veranstaltung im Technologie-Zentrum ebenfalls einmal mehr deutlich wurde: Die Warnemünder wünschen sich einen Baustil, der sich ins bisherige Ortsbild einfügt. „Wir wollen keine eckigen Betonklötzer“, sagt Henry Krause. Auch wünschen sich die Bewohner ein gutes Verkehrskonzept und bezahlbare Wohnungen für Familien. Laut Ralph Müller sei jedoch klar: „Das ist ein teurer Standort. Wir müssen aufpassen, dass die Preise nicht explodieren.“

André Wornowski

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