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Kritik an Methlings Zweisparten-Idee

Stadtmitte Kritik an Methlings Zweisparten-Idee

Die Fraktionen legen die Beschlüsse zur Theater-Diskussion mit dem Land unterschiedlich aus.

Stadtmitte. Zoff um den Erhalt eines Viersparten-Theaters: Nach dem Willen von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) sollten zwei Sparten mit einer jährlichen Finanzausstattung von etwa zwölf Millionen Euro erhalten werden. „Vor vielen Jahren schon sagte ich, ich stehe für ein eigenständiges Zweisparten-Theater. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren, die Fokussierung auf Schauspiel und Orchester halte ich für dauerhafter“, sagte er in der Bürgerschaft. Musik und Tanz würden sich auf Schwerin konzentrieren.

Bei Ingrid Bacher (SPD) stößt das auf Unverständnis: „Wenn das so käme, könnte sich jeder ausmalen, wie ein eigenständiges Rostocker Spar-Theater aussieht und was es noch anbietet.“ SPD-Fraktionschef Steffen Wandschneider sieht das ähnlich: „Bevor man so einen Plan durchsetzt, sollte man es lieber mit anderen Partnern versuchen.“ Einen Neubau würde es für ein Zweisparten-Theater jedenfalls nicht mehr brauchen. Frank Giesen (CDU) meint: „So eine Grundsatzdebatte hätte man Lichtjahre früher führen müssen.“

Für Irritationen sorgten die Beschlüsse, wie sich Rostock jetzt in der Theaterdebatte mit dem Land verhält. Ingrid Bacher hebt hervor, dass die Absicht beschlossen worden sei, mit dem Bildungsministerium über eine Erklärung zur Prüfung von Staatsoper oder Fusion mit Schwerin zu sprechen. „Es ist entscheidend, dass sofort geredet wird.“ Fraktionen, Verwaltung und Volkstheater sollten bald einen Termin im Ministerium vereinbaren. Anders interpretiert Sybille Bachmann (Rostocker Bund) die Beschlüsse. Sie hebt hervor, dass auch beschlossen worden sei, dass das Modell „Eigenständigkeit und Kooperation“ geprüft werde. Eine Rückkehr zur Sachlichkeit, in der alle Beteiligten einbezogen werden, nennt Bachmann das Ergebnis. Jetzt könne gleichberechtigt diskutiert werden, erklärt Eva-Maria Kröger (Linke). Weniger positiv sieht das Susan Schulz (Bündnis 90/Grüne). Die Interpretation liege bei der Verwaltung. „Schlimmstenfalls suchen sich Einzelne das für sie Passende heraus.“ Das könnte zu Verzögerungen führen, mit negativen Folgen fürs Theater.

bw/tn

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