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Jedem Kind ein Instrument — eine Erfolgsgeschichte

Stadtmitte Jedem Kind ein Instrument — eine Erfolgsgeschichte

Das Jeki-Projekt bietet allen Mädchen und Jungen unabhängig vom Geldbeutel der Eltern seit fünf Jahren erste Erfahrungen mit der Musik.

Stadtmitte. Singen, Tanzen, Musizieren und vor allem Spaß dabei haben — ein besonderes Projekt in Rostock macht das Grundschulkindern in den sozial schwächeren Teilen der Stadt möglich. Seit etwa fünf Jahren nun schon ist der Verein „Musik ist Klasse — Jedem Kind ein Instrument in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern“ in drei Grundschulen in Dierkow, Toitenwinkel und Gehlsdorf tätig. Das Projekt, kurz Jeki genannt, ist eine Erfolgsgeschichte: Insgesamt nahmen schon 450 Kinder daran teil — und die Nachfrage wächst.

Schon in der ersten Klasse können Kinder an Jeki teilnehmen und erhalten dann Unterricht in der elementaren Musikpädagogik. Das bedeutet, dass sie dort erste Erfahrungen mit der Musik machen, dazu singen und tanzen. Im zweiten Schuljahr werden die Kinder in Instrumentalgruppen eingeteilt. Dort stehen Klavier, Violine, Blockflöte, Gitarre oder das Schlagwerk zur Auswahl. Sollte weiterhin Interesse an der Musik bestehen, so wird Einzelunterricht an den Instrumenten angeboten — dann jedoch in den Musikschulen. Um Eltern mit niedrigem Einkommen zu unterstützen, übernimmt der Verein einen Teil bis zu den kompletten Kosten des Unterrichts.

„Ziel des Projektes ist es, nicht nur Begabungen bei den Kindern zu finden, sondern diese auch zu fördern“, sagt Elke Kups, Vorsitzende des Vereins. Den Kindern mache der Unterricht schnell Spaß und sie finden Selbstvertrauen mit der Arbeit an den Instrumenten.

Umgesetzt wird das Konzept von Jeki im Tandemprinzip. So wird jede Klasse von einer Grundschullehrerin sowie einer Pädagogin der Musikschulen angeleitet. Möglich gemacht wird das vor allem durch Spenden. „Besonders hervorzuheben ist die Schlie-Stiftung, die das Projekt seit seinem Beginn im Jahr 2008 unterstützt“, erklärt Edgar Sheridan-Braun, Direktor des Konservatoriums, das ein Partner des Projektes ist. Erst vor Kurzem spendete die Stiftung wieder an das Projekt.

Der Erfolg von Jeki zeigt sich spätestens in diesem Jahr. Die ersten Kinder, die an dem Projekt teilgenommen haben, kommen in die fünfte Klasse. „Zwölf Kinder aus diesem Jahrgang haben erfolgreich am Eignungstest des Musikgymnasiums Käthe Kollwitz teilgenommen und werden ihre musikalische Bildung dort fortsetzen“, freut sich Elke Kups.

Die Nachfrage an Plätzen in den Jeki-Klassen an der Grundschule in Gehlsdorf, der Grundschule „Ostseekinder“ in Dierkow sowie der Grundschule „An den Weiden“ in Toitenwinkel ist nach wie vor ungebrochen. „Allein in Dierkow wurden 90 Kinder eingeschult, jedoch können leider nur 20 in die Jeki-Klasse“, erklärt Manja Lange, Koordinatorin des Projekts. Aufgrund dieses Erfolges wurde das Projekt nun um weitere fünf Jahre verlängert.

 



Simon Cleven

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