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Modereise mit Orient-Express führt in eine neue Welt

Reutershagen Modereise mit Orient-Express führt in eine neue Welt

210 Gäste erleben die Modenschau „Art en Vogue“ in der Kunsthalle. Die neue Kulisse — für Models und Anbieter eine Herausforderung. Doch die Zuschauer sind begeistert.

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Models der Rostocker Agentur „Models del Mar“ präsentierten am Samstagabend aktuelle Frühjahrs- und Sommermode.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Reutershagen. Die Dampflok schnauft, 210 zumeist weibliche Gäste haben ihre Plätze eingenommen, sind gespannt auf die „Reise mit dem Orient-Express“. Das ist das Motto der 6. Modenschau „Art en Vogue“ (Kunst trifft Mode), die von der Stadthalle nun in die Kunsthalle umgezogen ist. Ein Experiment der Initiatorin Stefanie Ehrich, das am Ende des Abends von Erfolg gekrönt sein wird.

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Models der Rostocker Agentur „Models del Mar“ präsentierten am Samstagabend aktuelle Frühjahrs- und Sommermode.

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Davor gab es viel Arbeit: Die aktuelle Ausstellung der Kunsthalle musste abgehängt und bis Sonntag früh um 11 Uhr wieder hergerichtet werden. Der „White Cube“, der ehemalige Innenhof, wurde für die Modenschau ins richtige Licht und als Speisewagen in Szene gesetzt. „Es gab viel zu tun“, sagt Guntram Porath von der Kunsthalle, „aber es ist so eine tolle Veranstaltung, die gehört hierher.“

Dem stimmen die Gäste nach der Reise unbedingt zu. Durch die Räumlichkeiten käme Spannung auf. „Die Kulisse ist sehr schön, innovativ, hier trifft das Motto ,Art en Vogue‘ einfach zu“, sagt Susanne Diedrichs (39), die zum zweiten Mal die Modenschau besucht.

Der Zug setzt sich in Bewegung, Bahnhofsszenen erscheinen auf der Leinwand, die ersten Models setzen sich in den hinter großen Glasscheiben angedeuteten Speisewagen. Erste Station: Paris. Die Models der Rostocker Agentur „Models del Mar“ sind in die karierten Tweedkostüme von Maßschneider Andreas Kiefer geschlüpft. Sie präsentieren eleganten Landhausstil, aber in den raffiniert genähten Satinkleidern auch einen Hauch französischer Haute Couture. Das Publikum applaudiert begeistert.

Kiefer ist Neuling bei der „Art en Vogue“. „Der Laufsteg könnte länger sein, damit die Gäste die Mode besser aus der Nähe betrachten können“, resümiert der 51-jährige Schneidermeister am Ende.

„Dieser Glaskasten, Treppen, kein richtiger Laufsteg — das war schon eine Herausforderung für uns“, räumt Gastgeberin Stefanie Ehrich (31) ein. „Aber wir wollten die Show kleiner, stilvoller, und das ist in dieser Location gegeben.“ Die Friseurmeisterin hat mit ihrem Team die Haare der Models gestaltet und mit Mutter Doris zusammen die Kostüme für das Motto der Show entworfen und selbst genäht.

„Seit August letzen Jahres arbeiten wir daran. Ich bin einfach verliebt in diese Veranstaltung“, sagt Ehrich, die die Organisation in die Hände der Eventagentur blonde gegeben hat.

Nächste Station: Straßburg. Zeit für frische, luftige, bunte Sommerkleider aus dem Modegeschäft „Apanage“. Beim symbolischen Halt in der Modemetropole Mailand überrascht der junge Kostümschneider Bernd Kallnitz die Gäste in der Kunsthalle mit barocken, märchenhaften Kleidern und Mänteln. Die exklusive Modereise geht weiter nach Wien, wo Goldschmiedin Romy Niekammer ihre in Schwarz gehüllten Mädels mit handgefertigten Ringen, Ketten und Armbändern über den Laufsteg schickt. Angekommen in Budapest marschieren die Models in legeren Sommerhosen und Pullis, luftigen Kleidern ein, aktuelle Ware der Boutique „i-Punkt“ im Barnstorfer Weg. Die superschlanken Frauen tragen dazu Brille, auch hier die neuesten Modelle von Werner-Optik. Vor der Ankunft in Konstantinopel hält der Orient-Express noch einmal in Belgrad, um mit Mode von „compromis“ den Sommer einzuläuten.

Ein Augenschmaus sind die Tanzeinlagen der Bauchtanzgruppe von Marlis Stiene und der Künstlerin Pinu‘u. Und auch das von Bodypainterin Claudia Kraemer verzierte Model ist ein Hingucker. Die Reise hat sich gelohnt in eine neue Welt der „Art en Vogue“.

 



Doris Kesselring

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