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Rostock Stipendiaten tüfteln in Kunstgalerie
Mecklenburg Rostock Stipendiaten tüfteln in Kunstgalerie
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00:00 12.07.2013
Felix Fugenzahn bereitet die Leinwand für die großformatigen Bilder vor. Quelle: Jürgen Falkenberg
Östliche Altstadt

Das Künstleratelier Amberg 13 im Schleswig—Holstein-Haus hat seit dem 1. Juli neue Bewohner auf Zeit. Viermal im Jahr kommen zwei Gaststipendiaten der Stadt Rostock und des Landes. Seit 1997 wird das Stipendium vergeben.

Als Stipendiatin des Landes kam etwa die Malerin Anett Frantzek aus Dortmund. Der Rostocker Felix Fugenzahn, so lautet der Künstlername von Sebastian Tonn (33), bewarb sich mit seinen Arbeiten — Malerei, Siebdruck und Zeichnungen — beim Kulturamt der Stadt und bekam die Zusage. „Nun kann ich endlich wieder großformatig malen“, sagt er.

Fugenzahn, ein Gymnasiallehrer und jetzt als Künstler freiberuflich tätig, lehrt die Schüler der Storchenschule Cammin Kunst und Geografie. Sein Atelier in der Frieda 23 musste er, wie alle Künstler, wegen des Umbaus räumen. Nun ist sein künstlerisches Domizil im alten Dieselmotorenwerk auf 14 Quadratmeter beschränkt. Die Suche nach einem Haus mit Atelier im Rostocker Umfeld war noch nicht erfolgreich.

„Ich will in diesen drei Monaten etwas erzählen. In der Komposition sollen Formen und Farben miteinander ,sprechen‘“, drückt er es aus. In seinem Werk will er die globale Welt vernetzen. Die Acryl-Bilder sind im Kopf bereits fertig. Die Leinwand („Ich konnte durch das Stipendium echtes französisches Leinen kaufen“) ist auf Keilrahmen gespannt, die Arbeit kann beginnen.

Im Oktober wird es über den Kunstverein Rostock, der am Amberg 13 zu Hause ist, die achte Ausstellung mit den Werken der Stipendiaten der vergangenen zwei Jahre geben. Felix Fugenzahns Arbeiten sollen dann dabei sein. Seine Wünsche gehen über das Künstlerische („Meine Inspirationen sollen mich nicht verlassen“) hinaus. Denn: „Meine Familie soll gesund und glücklich bleiben.“

Jürgen Falkenberg