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Rostock Land soll halbes Theater bezahlen
Mecklenburg Rostock Land soll halbes Theater bezahlen
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00:05 01.02.2018

Das Land soll sich möglichst zur Hälfte am Theaterneubau in Rostock beteiligen. Das hat die Bürgerschaft gestern beschlossen und Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) nach Schwerin mitgegeben, wo er genau darüber mit dem Land verhandeln soll.

„Auf der Grundlage der bisherigen Vereinbarungen und vor dem Hintergrund der aktuellen Kalkulationen“, heißt es in dem Antrag aus dem Kulturausschuss. „Ich brauche den politischen Auftrag und den politischen Rückhalt“, hatte Roland Methling zu Beginn der Sitzung geworben, dass die Bürgerschaft auch abstimmt und den Antrag nicht von der Tagesordnung nimmt. Denn noch gelte die Theater-Zielvereinbarung von 2015, die Rostock mit dem damaligen Bildungsminister Matthias Brodkorb (SPD) geschlossen hatte, erinnert der OB.

Die lautet: Unter der Voraussetzung, dass die Stadt nicht mehr als rund neun Millionen Euro pro Jahr ins Volkstheater stecke, beteiligt sich das Land zur Hälfte am neuen Theater – mit maximal 25 Millionen Euro. Zu diesem Zeitpunkt standen noch Kosten von etwa 50 Millionen Euro im Raum. Inzwischen allerdings kostet das neue Theater am Bussebart wohl um die 100 Millionen Euro. Genau davon soll Roland Methling jetzt die Hälfte beim Land organisieren. Der Oberbürgermeister machte aber auch sehr deutlich, dass er es nicht einsieht, dass Rostock allein 50 Millionen Euro in ein Theater stecke. Er wünscht sich auch eine Beteiligung der Nachbarlandkreise, deren Bewohner ja schließlich auch vom neuen Theater profitierten. „Die Rostocker sollen nicht alleine zahlen“, sagt der OB.

Roland Methling kündigte gestern auch an, von den Überschüssen, die die Stadt in der Kasse erwartet, bis zu 17 Millionen Euro in die eigens für den Neubau gegründete Stiftung zu stecken. Den gestern beschlossenen Antrag sieht Vorsitzende des Kulturausschusses, Hennig Wüstemann (Grüne), vor allem auch als Auftrag an die Stadtverwaltung, den Neubau des Theaters jetzt zügig voranzutreiben. Die Planungen beträfen auch nicht nur die Finanzierung. Für die nächsten Wochen ist das sogenannt Quartiersblatt angekündigt, in dem die Art der Bebauung rund um den Bussebart beschrieben wird.

tn

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