Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 10 ° heiter

Navigation:
Landesrabbiner fordert Hilfe fürs Max-Samuel-Haus

Stadtmitte Landesrabbiner fordert Hilfe fürs Max-Samuel-Haus

Die Kürzung von Fördermitteln durch das Bildungsministerium gefährdet die Existenz des Max-Samuel-Hauses, der Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock.

Voriger Artikel
Schacher um Posten des Finanzsenators
Nächster Artikel
Zwei Betriebe von Warnstreiks bei Coca-Cola in MV betroffen

Frank Schr�der (54) vor dem Max-Samuel-Haus mit einem Foto zur Familie Samuel.

Quelle: Ove Arscholl

Stadtmitte. Der Stiftungsvorstand hat als Reaktion den vier Mitarbeitern gekündigt und die geplante Ausstellung „Die Rostocker Synagoge und ihre Rabbiner“ ausgesetzt. „Ab dem 1. Juli ist die Perspektive des Max-Samuel-Hauses völlig offen“, fasst Geschäftsführerin Steffi Katschke den Stand zusammen.

Die Ankündigung habe ihn wie ein Blitz aus dem heiteren Himmel getroffen, kommentiert Dieter Neßelmann, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums. „In den vergangenen 20 Jahren gab es eigentlich immer eine sehr verlässliche Zusammenarbeit mit dem Ministerium“, so Neßelmann. Und betont, dass es auch politisch ein fatales Zeichen sei. „Wir müssen uns immer wieder mit Rechtsextremismus auseinandersetzen“, sagt der Vorsitzende. Da erfülle das Haus eine wichtige Aufgabe. Neßelmann hat als Vorsitzender der CDU-Fraktion eine Erklärung vorbereitet. Mit ihr können auf der kommenden Bürgerschaftssitzung die Fraktionen ihre Unterstützung für die jüdische Begegnungsstätte bekunden.

0000xqpm.jpg

Frank Schr�der (54) vor dem Max-Samuel-Haus mit einem Foto zur Familie Samuel.

Zur Bildergalerie

Erstaunt über die Kürzung ist man auch im Landesverband der jüdischen Gemeinden. „Ich schätze das Max-Samuel-Haus sehr“, sagt Landesrabbiner William Wolff. Er erinnert daran, dass vor allem in den Jahren, als es in Rostock noch keine und dann zunächst nur eine kleine jüdische Gemeinde gegeben habe, das Haus „Zentrum und Aushängeschild der jüdischen Kultur in Rostock war“. Er wolle sich für den Erhalt der Einrichtung einsetzen. „Wenn ich etwas tun kann, will ich es auch tun“, so Wolff.

Projektleiter Frank Schröder verweist darauf, dass die Stiftung in den vergangenen zehn Jahren bereits Kürzungen von 25 Prozent hinnehmen musste.

2012 beteiligte sich das Bildungsministerium an einem Projekt mit 32 000 Euro. „Während der Laufzeit wurden im Antrag nicht ausgewiesene Lohnerhöhungen vorgenommen, und ein Jugendcamp als Gegenfinanzierungsquelle entfiel“, begründet Pressesprecher Henning Lipski die kritische Sicht des Ministeriums.

Für 2013 seien die Unterlagen in der Prüfung. „Es ist eine Förderung in Höhe von 25 000 Euro beabsichtigt“, so Lipski. Es sei auch weiterhin vorgesehen, dass Haus zu unterstützen. Ein Anspruch auf eine jährlich wiederkehrend gleichhohe Förderung bestehe jedoch nicht.

Thomas Sternberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Rostock
Frank Schröder (54) vor dem Max-Samuel-Haus mit einem Foto zur Familie Samuel.

Die Kürzung von Fördermitteln durch das Schweriner Bildungsministerium gefährdet die Existenz des Max-Samuel-Hauses, der Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Ran an den Rost: Rostock ist heiß aufs Grillen

Barbecue-Fans nutzen schönes Wetter und feuern an / Stadt erlaubt Grillpartys in Parks und am Strand / Am Warnowufer hat der Hafenvogt Feiernde im Blick