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GROSS GRENZ Landwirte und Kunden suchen Nähe

Gemüse, Obst, Fleisch und Milch direkt vom Bauern. Können sich viele vorstellen — die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) Rostocker Land will es praktizieren.

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Interessiert folgen 22 Leute aus der Umgebung Schwaans den Ausführungen zur Solidarischen Landwirtschaft Rostock Land.

Quelle: Kerstin Erz

Groß Grenz. Deshalb luden die Initiatoren so einer Wirtschaftsgemeinschaft zum Infoabend ins Atelier im Milchhaus Groß Grenz, 22 Gäste kamen. Und waren am Ende entflammt.

Solidarische Landwirtschaft ist bereits in vielen Ländern eine erprobte Wirtschaftsform. Kern ist eine direkte Beziehung zwischen Landwirten und Verbraucher. In Deutschland arbeiten zurzeit etwa 20 Höfe nach dem Prinzip: Es wird nur so viel produziert, wie auch abgenommen wird. Heißt: Je nach Bedarf bauen die Produzenten ihre Früchte an oder stocken ihre Herden auf. Für Rostock und Umland sitzen schon eine Gärtnerei mit Feingemüse, ein Landwirt mit Feldgemüse und eine Schäferei für Fleisch und Käse im Boot. Eine Bäckerei sei in Vorbereitung, sagt Torsten Lange vom Milchhaus, vertretend für den Koordinatoren-Kreis Solawi — Rostocker Land. Ebenso eine Obstpresse. Außerdem wolle man eine Gärtnerin anstellen. Um sie bezahlen zu können, werden 40 bis 60 Konsumenten benötigt.

Im Vorfeld der Infoveranstaltung hatten sich etwa 20 Personen verbindlich angemeldet. 100 werden mindestens gebraucht, damit das Projekt anlaufen kann.

Erste Anhänger hat die gedachte geplante Solidargemeinschaft schon gefunden. Die ersten zeichneten am Infoabend das Teilnahmeformular. Sabine und Ulf Broschevitz aus Pölchow meldeten sich sofort an.

„Richtig gut und gesund kann nur eine kleinteilige Versorgung wie über dieses Modell sein“, sagte Ulf Broschewitz überzeugt. „Die Solawi geht in die richtige Richtung. Beim Schäfer kaufen wir schon seit vielen Jahren ein. Und was wir nicht schaffen, kommt mit in meine Arztpraxis.“ So denken auch Klaus-Dieter und Heike Goerke aus Göldenitz. „Momentan jagt ein Lebensmittelskandal den anderen.

Hier wissen wir, was wir kaufen und essen.“

Am 23. April um 19.30 Uhr findet in der Uni Rostock, an der Landwirtschaftlichen Fakultät im Justus-Liebig-Weg die Gründungsveranstaltung von Solawi statt. Jeder Interessierte ist willkommen.

Kerstin Erz

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