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Rostock So erfolgreich war die Museumsnacht noch nie
Mecklenburg Rostock So erfolgreich war die Museumsnacht noch nie
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13:09 29.10.2018
Sophia (8) und Alexander (6) aus Rostock spielen an den Mitmach-Stationen im kulturhistorischen Museum. Quelle: FOTOS (6): Johanna Hegermann
Rostock

Es war die erfolgreichste Museumsnacht bisher. Mehr als 7500 Menschen haben allein in der Innenstadt die teilnehmenden Museen, Sammlungen und Ausstellungen besucht – fast doppelt so viele wie in den Vorjahren.

„Es war ein voller Erfolg“, sagt Steffen Stuth, Leiter des Kulturhistorischen Museums, begeistert. Zahlreiche Besucher haben an diesem Abend auch die Kunsthalle in Reutershagen und mehrere Einrichtungen in Warnemünde besucht. Doch gerade die Sonderausstellung zu 800 Jahren Rostock lockte die Massen ins Kloster zum Heiligen Kreuz, die nur noch bis zum 4. November geöffnet ist. „Die Leute standen teilweise Schlange und mussten im Gänsemarsch durch die Ausstellung gehen“, sagt Stuth. So konnte man an diesem Abend hier den 50 000. Besucher der Jubiläumsausstellung begrüßen. „Selbst zum Abschlusskonzert kamen noch einmal 600 Leute. Jeder Platz und jede Stufe war besetzt.“

Auch Familie Gratz aus Rostock wollte die Gelegenheit nutzen, um die Geschichte Rostocks in der Ausstellung zu sehen. Auch um den Kindern Alexander und Sophie ein Erlebnis zu bieten. „Ich gehe sehr gern ins Museum“, sagt der Sechsjährige. „Wir hatten uns das schon einige Male vorgenommen“, sagt Vater Michael Gratz. „Alle Angebote zur 800-Jahr-Feier in diesem Jahr waren sehr schön. Wir haben viele davon genutzt“, ergänzt Opa Uwe Gratz. Zum ersten Mal sind sie bei der Langen Nacht dabei.

Die ehemaligen Rostocker Doreen Heyken und Thomas Koralka sind aus Brandenburg angereist, um an der Museumsnacht teilzunehmen. Sie staunen über den Pfeilstorch im Zoologischen Museum. Quelle: Johanna Hegermann

Schlangestehen ist auch vor dem Steigenberger Hotel Sonne angesagt. Hier hat sich eigens zu dieser Veranstaltung das „Cryptoneum“ einen Raum in der „Alten Apotheke“ gesucht. Eigentlich existiert das Legendenmuseum rein virtuell. Doch Hartmut Schmied nutzt den Abend, um Interessierten mehr über das Museum und die Legenden der Region zu erzählen. „Ich setze mich dafür ein, dass solche Geschichten festgehalten werden“, sagt Schmied. Er berichtet den Besuchern unter anderem von der goldenen Nase des Astronomen Tycho Brahe, von gestohlenen Skulpturen in Rostock und auch von alten Bäumen und seltenen Tieren. „Auch Tiere, um die sich Legenden ranken, sollen nicht aussterben.“ Er nennt die Erdkröte als Beispiel. Die damaligen Menschen glaubten, dass diese jeden Tag eine Münze ausbrütet, wenn man ihr ein Geldstück unterlegt. „Sie galten auch als liebe Hausgeister, denen man Milch hinstellte. Sie konnten damit zwar nichts anfangen, aber es war eine nette Geste“, erklärt er schmunzelnd.

Währenddessen hat sich draußen vor der Tür bereits die nächste Schlange gebildet. Auch Marie Püschel steht in der Kälte und studiert den Flyer zur Museumsnacht. „Das ist wirklich ein schönes Angebot. Gerade die Rostocker Legenden klingen interessant“, erzählt die 26-Jährige. Sie gibt zu, dass sie sonst weniger ins Museum geht. „Aber heute kostet es ja nichts“, sagt sich lachend. Denn erstmals wurde der Eintritt den Besuchern erlassen. Die Kosten übernahm die Stadt. Ob allein der geschenkte Eintritt für den Erfolg der Veranstaltung sorgt, bezweifelt Museumsleiter Stuth allerdings. „Das Interesse an Museen, der Kultur und der Stadtgeschichte Rostocks ist in den vergangenen Jahren extrem gestiegen.“

Höhepunkt des Abends sollte die Feuer- und Lasershow sein. Große Fontänen spucken im Takt von „Mein Rostock“, klassischen Stücken und einem Techno-Beat Feuer in den Himmel. Bunte Bilder werden an die Mauer der Klosterkirche geworfen. „Das war eine schöne Symbiose von verschiedenen Macharten der Feuerkunst“, schwärmt Doris Rosengarten aus Rostock. Mit einer Freundin war sie in der Zoologischen Sammlung und im Barocksaal. „Eigentlich wollten wir nur kurz bleiben, aber dann haben wir uns das Programm angeguckt. Das war wirklich schön.“ Die Ballettschule Marquardt hatte historische Tänze aus Barock und Renaissance in altertümlicher Kleidung präsentiert. „Das Feuerwerk war ein gelungener Abschluss für einen tollen Abend“, betont Odette Dietsch aus Leipzig.

Johanna Hegermann

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