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Laubenpieper helfen Naturschützern

Rostock-Stadtmitte Laubenpieper helfen Naturschützern

In den Kleingärten der Hansestadt bringen die Spartenbesitzer wildes Saatgut aus. Dieses wird später der Natur zurückgeführt.

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Die Preisträger des „naturnahen Gartens 2013“: Horst Sieber, Jörg Sedl, Hannelore Baudisch, Birgit Sedl, Anne und Thomas Janßen und Janett Haase (v. l.). Fotos (2): Marko Luptscho

Rostock-Stadtmitte. In den Kleingärten der Hansestadt blüht und gedeiht es, dank eines Spitzensommers, immer noch. Überall in den Sparten wurde und wird geerntet und sich auf das kommende Jahr vorbereitet. Samen werden eingelagert, um sie im Frühjahr wieder zu säen. Das Know-how der Laubenpieper möchten die Naturschützer nun nutzen. Denn außerhalb der Parzellen sieht es mit Mutter Natur nicht gut aus.

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Die Preisträger des „naturnahen Gartens 2013“: Horst Sieber, Jörg Sedl, Hannelore Baudisch, Birgit Sedl, Anne und Thomas Janßen und Janett Haase (v. l.). Fotos (2): Marko Luptscho

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„In Mecklenburg-Vorpommern sind 1760 wildlebende Arten heimisch. 791 davon sind gefährdet“, weiß Björn Russow, Mitglied des Naturschutzbundes (Nabu), zu berichten. In Zusammenarbeit mit der Stadt Rostock und dem Verband der Gartenfreunde geht der Nabu gezielt auf die Kleingärtner zu. „Wir möchten, dass sie die gefährdeten Arten in ihren Gärten säen“, so Björn Russow. Auch der Botanische Garten beteiligt sich, hat jedoch nicht diese Kapazitäten wie der Verband der Gartenfreunde, so Russow. Theoretisch könnten sich in der Hansestadt 16 000 Gärten beteiligen. Jedoch ist dieses Pilotprojekt nicht überall bekannt. Der „naturnahe Garten“ wird alle zwei Jahre ausgelobt. Seit 2003 werden für den Wettbewerb Mitstreiter gesucht. Elf Vereine beteiligten sich in diesem Jahr. Nur 17 Parzellen nahmen daran teil. „Es geht dabei nicht, seinen Garten verwildern zu lassen. Wir wünschen uns lieber, dass die Pächter zu den Wurzeln des Kleingartentums zurückkehren“, erklärt Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne). Das soll ohne künstliche Düngermittel vonstattengehen. „Diese Gärtner sind nicht fleißiger als andere, sondern pfiffiger“, meint der Umweltsenator.

Birgit und Jörg Sedl haben vor acht Jahren einen Garten in Biestow übernommen. „Seit dieser Zeit haben wir uns eine Einheit zwischen Wildstauden- und Nutzgarten geschaffen“, erzählt Jörg Sedl. „Wir möchten die genetische Vielfalt bei den alten Sorten bewahren“, fügt Birgit Sedl hinzu. Die studierte Landwirtschaftlerin brachte dabei viel Erfahrung aus ihren Beruf mit. Ihr Garten erzielte beim Wettbewerb das beste Ergebnis. Nun geht es ans Sammeln der Samen und die Zurückführung zur Natur.

Naturnaher Kleingarten
Seit 2003 wird der Wettbewerb von der Hansestadt Rostock, dem Verband der Gartenfreunde und dem Naturschutzbund Mittleres Mecklenburg ausgelobt. Es soll das ökologische Bewusstsein der Kleingärtner gesteigert werden. Es soll zudem gezeigt werden, dass naturnahe Gartengestaltung und kleingärtnerische Nutzung nicht im Widerspruch zueinander stehen.

 

Marko Luptscho

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