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Lehrer ohne Studium: Kritik an Bildungsminister Brodkorb wächst

Rostock/Schwerin Lehrer ohne Studium: Kritik an Bildungsminister Brodkorb wächst

Das Direktorium des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung hat sich Rostock gegen das Vorhaben des Schweriner Bildungsministers ausgesprochen.

Rostock. Die Pläne von Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) für mehr Seiteneinsteiger als Lehrer an den Schulen stoßen auf zunehmende Kritik. Am Mittwoch sprach sich das Direktorium des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung in MV gegen das Vorhaben aus. In dem Direktorium sind alle lehrerbildenden Hochschulen des Landes vertreten.

Den Angaben zufolge will Brodkorb es selbst Seiteneinsteigern ohne Hochschulabschluss ermöglichen, den Lehrerberuf ohne eine Nachqualifizierung zu ergreifen. Sie müssten demnach lediglich fünf Jahre in der Schule arbeiten und ein nicht näher definiertes Programm des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Mecklenburg-Vorpommerns durchlaufen.

Zuvor hatte sich bereits die Lehrergewerkschaft GEW kritisch geäußert.

Der Minister verteidigte sein Vorgehen. Es gehe nicht um ein Absenken der Qualität, sondern um Gerechtigkeit im Lehrerzimmer. „Viele Fachleute ohne Lehramtsabschluss haben über Jahre in der Praxis bewiesen, dass sie Schüler gut unterrichten können“, erklärte Brodkorb. Sie würden sich weiterqualifizieren und eine Prüfung ablegen. Deshalb hätten sie auch ein Recht auf Anerkennung ihrer Leistung und auf gleiche Bezahlung, betonte der Minister. In Einzelfällen seien Betroffene schon seit 15 Jahren im Schuldienst tätig und hätten monatlich 500 Euro weniger als ihre Kollegen. „Irgendwann muss Schluss sein mit der Bestrafung.“

dpa

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