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Rostock Lernen für ein selbstbestimmtes Leben
Mecklenburg Rostock Lernen für ein selbstbestimmtes Leben
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16:33 02.02.2018
Moby Dick zum Anfassen: Florian (14) und Basti (15, v.l.) bauen den berühmten Wal aus Weinstöcken und Kabelbindern im Unterricht nach. Quelle: Fotos: L. Kenzler
Lütten Klein

Zwischen den Gehwegplatten wächst Unkraut, Stromkabel beranken das Schulgebäude, von der Fassade rieselt Putz auf den Boden – Auf den ersten Blick vermutet man nicht, dass hier eine Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung, Englischförderung und medialer Bildung Schüler auf das Leben vorbereitet. Zum nächsten Jahr ist endlich der Umzug in ein modernes Gebäude geplant. Für Teil 20 des OZ-Schulratgebers ging es in das Förderzentrum nach Lütten Klein.

„Es wird Zeit, dass sich unsere räumlichen Bedingungen endlich verbessern“, sagt Schulleiterin Regina Moscha beinahe entschuldigend. Die Vorfreude auf ein neues, modernes Schulgebäude ist bei Schülern und Lehrern groß. Denn nur durch ein angepasstes Raumkonzept könne man den Förderunterricht noch effektiver gestalten. 213 Schüler besuchen das Förderzentrum an der Danziger Straße. Sie haben die Gemeinsamkeit, einen diagnostizierten Förderbedarf im Lernen zu haben. „Manchmal müssen wir unsere Schüler erst auf das Lernen vorbereiten“, erklärt die Schulleiterin. Dafür sorgen 33

ausgebildete Sonderpädagogen, die verschiedene Spezialisierungen haben. „Es ist uns wichtig, dass ein offener Austausch stattfindet und wir uns auch manchmal gegenseitig entlasten“, so Moscha.

In einem „Snoezelraum“ können sich die Kinder auch während der Schulzeit entspannen, sich eine Auszeit nehmen. Dieses Angebot werde auch in der neuen Schule weitergeführt und ausgebaut. Der Erfolg des Förderzentrums zeigt sich in den guten Abschlüssen der Schüler. In diesem Schuljahr haben es sogar 18 Schüler geschafft, die Berufsreife durch ein freiwilliges zehntes Schuljahr zu erlangen.

Eine besondere Eigeninitiative des Zentrums ist die Förderung der Fremdsprache Englisch. „Diese Sprache gehört zum Leben dazu und wir bereiten unsere Schüler auch im medialen Bereich auf die Herausforderungen des Alltags vor“, erklärt Regina Moscha. Der Leistungsdruck werde an der Schule gering gehalten, viel wichtiger sei die Freude am Lernen und der Aufbau eines positiven Selbstbildes.

„Ich fühle mich an meiner Schule wohl, die verschiedenen Kurse sorgen für viel Abwechslung“, sagt Schülerin Celina Kuaas (14). Das Konzept der beruflichen Orientierung sieht vor, Schüler in jedem Jahrgang zu informieren, zu sensibilisieren und sogar Entscheidungen mit ihnen zu treffen. Wie wichtig dabei die individuelle Förderung ist, weiß auch Musiklehrerin Daniela Albrecht-Frommann. „Im Musikunterricht kann jeder Schüler mitmachen und Spaß haben. Manchmal muss sich ein Schüler erst finden, dabei helfe ich ihm“, so die Lehrerin.

Ob Entspannung im „Snoezelraum“, die Arbeit an der elektronischen Tafel oder Lego-Modellbau – im neuen Schulhaus wird es den Kindern noch mehr Spaß bereiten.

Kontakt: Danziger Straße 45,

Telefon ☎ 0381/ 71 30 45, E-Mail:

foez.danziger-strasse@t-online.de Info: www.foerderzentrum-danziger

str.de

Lea-Marie Kenzler

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