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Rostock Leuchtturm beendet gute Saison
Mecklenburg Rostock Leuchtturm beendet gute Saison
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18:31 10.10.2018
Klaus Möller, Vorsitzender des Leuchtturmvereins begrüßt den 70 000. Besucher im Warnemünder Leuchtturm. Die Familie aus Thüringen war sichtlich überrascht. Der kleinen Martha Tappot (vorn) wurde dafür eine Urkunde überreicht. Quelle: Johanna Hegermann
Rostock

Endspurt für den Leuchtturmverein in Warnemünde: Bei bestem Wetter strömen in diesen Tagen die letzten Besucher auf den Leuchtturm. Doch schon am Sonntag ist Schluss. Dann beendet der Verein die aktuelle Saison und geht in die Winterpause.

„Wir hatten eine durchschnittlich gute Saison“, erklärt der Vorsitzende des Leuchtturmvereins, Klaus Möller. Durch das gute Wetter konnte das Wahrzeichen noch eine Woche länger geöffnet bleiben, als eigentlich angedacht war. „Unser Leuchtturmwärter Gundolf Scholze hat sich extra dazu bereit erklärt, weiterzumachen“, lobt Ingelore Morenz, Schatzmeisterin des Vereins. „Bei dem bombigen Wetter können wir auch in der Nachsaison ein tolles Erlebnis bieten“, ergänzt Möller, deswegen erwarte er in dieser Woche noch so einige Besucher. Allein am Montag bestiegen rund 500 Gäste den Turm.

Lange Zeit sah es so aus, als wenn in diesem Jahr der Rekord geknackt werden könnte. „Wir hatten eigentlich immer eine Woche vorher die Besucherzahlen der vorherigen Jahre überholt.“ Doch in den vergangenen vier bis sechs Wochen kam wechselhaftes Wetter und damit der Einbruch. „Die Zahlen haben fürchterlich nachgelassen“, erzählt Möller. Der Traum von 75 000 Besuchern bleibt weiterhin unerfüllt. „Reden wir nicht darüber“, winkt der Vorsitzende ab.

Am Mittwoch konnte immerhin der 70 000. Besucher begrüßt werden. Martha Tappot durfte die Urkunde entgegennehmen. „Das ist wirklich schön“, sagt die Sechsjährige scheu lächelnd. Höhenangst habe sie nicht. Die Thüringerin findet es toll, von der Besucherplattform aus über den Ort hinwegzugucken. Nicht nur sie, auch ihre Familie freut diese unverhoffte Ehre. Schließlich gibt es nicht nur eine Überraschungstüte und einen Blumenstrauß, auch der Besuch des Leuchtturms ist kostenlos. „Das ist super, dann gibt es bestimmt noch für alle ein Eis“, verkündet ihr Vater Ingo Bärhold. Er war schon viele Male auf dem Warnemünder Leuchtturm. „Das erste Mal war ich hier, als der Teepott nach der Wende wieder neu eröffnet wurde,“ erinnert sich der 42-Jährige. Seitdem ist er fast jedes Jahr hier.

Seit 120 Jahren gibt es den Leuchtturm in Warnemünde bereits. In den Erhalt werden jedes Jahr Tausende Euro gesteckt. Quelle: Johanna Hegermann

Damit der Leuchtturm weiter ein attraktives Ausflugsziel bleibt, wird viel Geld in den Erhalt gesteckt. „Jedes Jahr im Frühjahr findet eine umfangreiche Renovierung statt. Es werden Treppen ausgebessert und das Geländer überprüft“, sagt Möller. Mit Hilfe des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Stralsund (WSA), dem Eigentümer des aktiven Seezeichens, wird im Winter außerdem daran gearbeitet, den Turm trockenzulegen. „Da ist er schon sehr nass, das liegt an der Witterung.“

Im vergangenen Jahr hat allein der Förderverein rund 30 000 Euro in den Erhalt des Wahrzeichens gesteckt. Das Geld dafür stammt aus dem Verkauf der Tickets und der Souvenirs. „In dieser Saison haben wir aktuell 112 000 Euro eingenommen“, verkündet die Schatzmeisterin Ingelore Morenz.

Diese hohen Kosten seien bei solch einem alten Bauwerk ganz normal. Erst in diesem Jahr wurde dessen 120-jähriges Bestehen gefeiert (OZ berichtete). Mit dem Zustand ist der Vereinsvorsitzende dennoch zufrieden: „Der Turm wackelt nicht, er sackt nicht ab und Risse hat es schon auf Darstellungen von 1910 gegeben.“ Gerade die Risse werden vom WSA regelmäßig kontrolliert, eine gravierende Änderung habe es nicht gegeben. „Wenn man sich weiterhin um den Turm kümmert, kann er noch ewig stehen. Und er muss aktiv bleiben.“ Das Seezeichen sei weiterhin für die Küstenschifffahrt notwendig. „Die modernen Anlagen können ja mal ausfallen.“

Ein Jubiläum wird auch im kommenden Jahr gefeiert: Im Februar wird der Leuchtturmverein 25 Jahre alt. Viel verändern möchte der Verein jedoch nicht. „Wir setzen weiter auf unser Erfolgskonzept: Never change a winning concept“, sagt Möller lachend.

Weitere Infos zum Leuchtturm gibt es hier!

Zitat: „Wenn man sich weiterhin um den Turm kümmert, kann er noch ewig stehen.“ Klaus Möller, Vorsitzender Leuchtturmverin

Johanna Hegermann

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