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Rostock Lieber Verkehr statt Kultur
Mecklenburg Rostock Lieber Verkehr statt Kultur
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00:01 05.12.2017

Stadtmitte Ab 2018 ist Rostock schuldenfrei, macht Millionen- Überschuss und kann kräftig investieren. Und das weckt so manche Begehrlichkeit: Die Liste dessen, was sich die Rostocker wünschen ist nämlich lang. Gerade der Verkehr ist ein Thema, das die Rostocker bewegt.

Die Umfrage in Zahlen

1504 Nutzer nahmen an der Umfrage der OSTSEE-ZEITUNG online teil.

39 Prozent der teilgenommenen Nutzer wünschten sich eine Sanierung von Straßen, Brücken und Wegen.

22 Prozent der Nutzer sprachen sich für einen Theaterneubau aus.

20 Prozent der Nutzer wünschten sich eine neue Schwimmhalle und Sportstätten.

„Wir brauchen eine bessere Straßenreinigung und Winterdienste in Toitenwinkel“, schreibt Günter Weber, der dabei gleich noch empfiehlt, den Stadtteil Toitenwinkel zu verschönern. „Ein kostenfreier Warnowtunnel? Das hilft Verkehr aus der Innenstadt zu nehmen und die Luftqualität steigt auch“, schreibt Michael Kluge. Es gibt sogar Umfrageteilnehmer, die konkrete Ideen äußern, wie man den Verkehr langfristig besser koordinieren könnte: „Die Hansestadt Rostock sollte einen Teil des Geldes nutzen, eine Verkehrsplanstudie erstellen zu lassen. Dadurch könnte die Stadt fußgänger- und fahrradfreundlicher werden“, schreibt ein Umfrageteilnehmer und empfiehlt direkt noch diverse Stadtplanungsexperten zu beauftragen. Ältere Bürger haben ihre Probleme mit der Qualität der Gehwege: „Ich wünsche mir eine Gehwegsanierung in Lichtenhagen, denn deren Beschaffenheit ist für Behinderte, ältere Menschen, Muttis mit Kinderwagen und auch Leute, welche noch gut zu Fuß sind, eine Zumutung und eine Gefahrenquelle“, schreibt etwa Claudia Lenz über Facebook.

Ein weiterer Punkt auf Rostocker Wunschzetteln ist das Archäologische Landesmuseum. Bei über 20 Prozent der Nutzervorschläge wird das Projekt genannt. Dabei werden die Teilnehmer auch kreativ.

Denn mit dem Landesmuseum könnte man ja gleich zwei Probleme auf einmal aufgreifen: „Das archäologische Museum sollte an den Stadthafen. So könnte man auch gleich den Stadthafen umgestalten, um das ganze Gelände für Gäste und Einheimische anziehender zu machen“ schreibt ein Online-Teilnehmer. Das Theater, bzw. ein Theaterneubau ist schon seit Jahren ein Thema, um das sich Stadt, Land und Mitbürger streiten. Während sich viele Umfrageteilnehmer einen kompletten Neubau wünschen, empfinden dies längst nicht alle als absolut notwendig. Einige würden auch komplett auf das Theater verzichten, wenn das Geld dafür in andere Bereiche fließen könnte: „Keinesfalls für ein Theater verschwenden. Eine Schulschwimmhalle, die mit der Straßenbahn erreichbar ist, wäre gut“, schreibt etwa Johann Georg. Das Angebot für schwimmbegeisterte Bürger sei, laut vieler Umfrageteilnehmer in einer Hafenstadt wie Rostock, nicht ausreichend. Häufig sind Beschwerden darüber zu lesen, dass die Neptunschwimmhalle im Stundenrhythmus belegt ist. Dadurch bekommen Hobbyschwimmer lediglich früh morgens und spät abends die Möglichkeit das Angebot der Halle zu nutzen.

Auch außergewöhnliche Ideen sind im Zuge der Umfrage eingegangen. Neben schlecht auffindbaren öffentlichen Toiletten, einem „Primark“, der mit viel Geld nach Rostock gelockt werden soll, wurde mehrmalig der Wunsch geäussert, das Geld zu verwenden, um sich einen neuen Bürgermeister zu leisten.

Die Zahlen sind beeindruckend: 90 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet die Hansestadt Rostock in diesem Jahr. Dabei handelt es sich zwar um Geld, welches in erster Linie für die Tilgung der Altschulden verwendet werden soll, aber spätestens ab Mitte 2018 soll die Stadt Geld für neue Investitionen übrig haben. In der großen Umfrage „Wünsch’ dir was“ wollte die OZ von den Lesern wissen, wofür kommende Überschüsse verwendet werden sollen. Neben 1504 Menschen, die online ihre Wünsche formuliert haben, erreichten die Ostsee-Zeitung etwa 50 Zuschriften per Post. Nicht alle Wünsche können und sollten in Erfüllung gehen, aber trotzdem dürfen sie weiterhin eingereicht werden. Einfach den Wunschzettel ausschneiden, einen oder mehrere Wünsche ankreuzen, einen eigenen Vorschlag aufschreiben und an die Ostsee-Zeitung senden.

Adresse: OSTSEE-ZEITUNG,

Lokalredaktion Rostock, Richard-

Wagner-Straße 1a, 18055 Rostock

Moritz Naumann

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