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Rostock Bockhahn soll das Rathaus erobern
Mecklenburg Rostock Bockhahn soll das Rathaus erobern
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20:17 26.10.2018
Sozialsenator Steffen Bockhahn wurde mit überwältigender Mehrheit zum OB-Kandidaten der Linken in Rostock gekürt. Quelle: Andreas Meyer
Rostock

Dass er will – das war seit Wochen bekannt. Doch nun will auch seine Partei: Rostocks Linke hat am Freitagabend mit überwältigender Mehrheit Sozialsenator Steffen Bockhahn zu ihrem Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl Ende Mai gekürt. Bockhahn erhielt 130 der 141 Stimmen – mehr als 92 Prozent. „Wenn Steffen Bockhahn die Wahl gewinnt, wäre das ein Signal, dass der Links-Partei in ganz Deutschland gut tun würde“, warb vor der Abstimmung Bundestags-Fraktionschef Dietmar Bartsch um Zustimmung für seinen „Freund und Genossen“.

„Diese Stadt kann mehr“

In seiner Rede vor den Parteimitgliedern betonte Bockhahn, wie tief er in Rostock verwurzelt sei: In der Hansestadt sei er geboren und aufgewachsen, hier lebe er und hier wolle sich weiter und stärker als bisher engagieren. „Rostock ist die schönste Stadt der Welt – aber sie kann noch mehr. Und wir haben eine ernsthafte Chance, in dieser Stadt einen linken OB zu bekommen.“ Seine wichtigsten Ziele: Rostock soll weltoffen bleiben. „Das macht unsere Stadt doch so liebenswert.“ Als OB wolle er sich dafür einsetzen, dass Rechte und Nazis keinen Platz mehr in Rostock haben. „Dazu gehört auch, dass ein Oberbürgermeister bei Kundgebungen gegen Faschisten in der ersten Reihe zu stehen hat.“

Wohnungsbau für alle

Was er als OB sofort angehen würde, sei das Thema Wohnungsbau: Rostock brauche Wohnraum für alle Einkommensschichten – allen voran aber bezahlbare Mieten. „Ich würde Investoren, die Land von der Stadt kaufen, verpflichten, auch bezahlbare Mieten anzubieten.“ Statt Grünanlagen und Kleingärten für neue Wohnungen zu opfern, will er „aufstocken“: „Wir müssen in die Höhe gehen – zum Beispiel über Supermärkten.“ Und: Große Genossenschaften und Wohnungsgesellschaften sollen Pflegedienste anbieten. „Die Menschen werden älter und sollen so lange es geht in ihrem Zuhause bleiben können.“ In puncto Wirtschaft setzt er auf die bestehenden Unternehmen, die den Aufschwung der Stadt erst möglich gemacht hätten. Zugleich warnte Bockhahn davor, sich zu sehr auf einen Wirtschaftszweig zu verlassen: „Es ist großartig, dass es unseren Werften wieder gut geht. Wir müssen aber vorbereitet sein, wenn sich das eines Tages wieder ändern sollte.“ Statt in Prestigprojekte wie die Bundesgartenschau kündigte er im Fall eines Wahlsieges mehr Mittel für Schulen, Kitas und den Sport an.

Mehrere prominente Kandidaten

Die Wahl Ende Mai dürfte eine der spannendsten der jüngeren Rostocker Geschichte werden: Neben Bockhahn werden Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowksi für die SPD, IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen (parteilos, aber unterstützt von der CDU), Grünen-Fraktionschef Uwe Flachsmeyer und der Personalchef des Rathauses, Dirk Zierau, antreten.

Andreas Meyer

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