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Rostock MUSIKKRITIK
Mecklenburg Rostock MUSIKKRITIK
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00:00 18.04.2013

Und dies gleich zweimal im „Debüt der Nachwuchstalente“, das am Dienstag und gestern im Katharinensaal erklang, unter großem Publikumszuspruch, denn es gab schöne Einzelstücke aus der Pralinenschachtel des klassischen Repertoires, von Vivaldi über Mozart und Beethoven, Carl Maria von Weber und Bizet bis zu Tschaikowski und Schostakowitsch.

Damit präsentierten sich junge Hochtalente, die von der Young Academy Rostock (Yaro) gefördert werden, einer Einrichtung der HMT, die in diesem Jahr ihr fünfjähriges Jubiläum ansteuert. Diese Zusatzförderung geschieht in zwei Stufen: zunächst durch zusätzlichen Unterricht an der HMT, dann als Frühstudenten. Die derzeit besten stellten die erstaunlichen Resultate der Förderung vor: Sieben ganz junge Damen und nur ein junger Mann, Georgij Munteanu (17) — und der ist Dirigierfrühstudent (ein Spiegelbild des realen Musikbetriebes), der mit Orchesterstücken aus Bizets „Carmen“ brillierte.

Sie alle hatten hier die für sie noch seltene Möglichkeit, mit einem großen, sachkundig geleiteten Sinfonieorchester gemeinsam zu musizieren.

In der Abteilung der „frühen“ Teenager imponierten die Schweriner Flötistin Eva Gasparyan (12), die Pianistinnen Oksana Goretska (12), die zweimal im Semester für den acht- bis zehntägigen Zusatzunterricht aus der Ukraine anreist, und Rebecca Krause (13) aus Velgast. In der Abteilung der „späten“ Teenager, der Frühstudenten, faszinierten Gitarristin Kassandra Siebel (19), Klarinettistin Laura-Sophie Witt (16) und Luise Rau (18) sowie Katja Anne Wieck (16), die beide hochanspruchsvolle Stücke spielten: jene den ersten Satz aus dem Cellokonzert von Schostakowitsch, diese den letzten Satz aus Tschaikowskis Violinkonzert.

Das alles zeigte in jedem Fall nicht nur ein bewundernswertes technisches Niveau, sondern eine auch schon gut gebildete musikalische Gestaltungskraft. Und so wurden sie alle vom begeisterten Publikum gefeiert wie die Großen.

OZ