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Rostock Neuer Anbau: MV Werften bauen weiter aus
Mecklenburg Rostock Neuer Anbau: MV Werften bauen weiter aus
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15:57 12.10.2018
Die Rostocker Firma Inros Lackner zeigt die Halle 11 samt Anbau 11.3 (hinten links) in einem Entwurf. Quelle: Visualisierung: Inros Lackner
Rostock

 Es soll weiter gebaut werden auf dem Gelände der MV Werften in Warnemünde. Die neue Werfthalle soll einen Anbau bekommen – und zwar möglichst schnell. Deshalb hat das Unternehmen in dieser Woche einen Eilantrag gestellt, der sowohl im Ortsbeirat Warnemünde als auch im Bauausschuss der Stadt angenommen wurde.

Denn die Pläne der MV Werften sind groß. Sowohl in Stralsund, Wismar und Rostock sollen die „Global Class“-Schiffe gebaut werden. In Warnemünde arbeite man vor allem am Schwimmteil. Die Bausteine sollen in der neuen Halle 11 entstehen.

„Um die komplette Effizienz herauszuholen, fehlt uns nun noch die Erweiterung“, sagt der Projektleiter des aktuellen Vorhabens, Frank Politz. Der Anbau ist gegenüber der Haupthalle klein. „Die 3200 Quadratmeter große Halle 11.3 wird integriert an die bereits bestehende Halle gebaut“, erzählt der zuständige Planer Christian Schulz von Inros Lackner. 26 500 Quadratmeter wird damit die gesamte Werfthalle haben. „Schon eine außerordentliche Größe“, sagt Schulz. „Zum Schluss sollen in der Halle 400 bis 600 Leute arbeiten – pro Tag“, ergänzt Politz, der zukünftig auch die Leitung der Produktion in Halle 11 übernimmt.

In der Halle 11.3 sollen hingegen nur drei Menschen an einer hochtechnischen Anlage arbeiten, die für die Paneelfertigung benötigt wird. „Dieser kleine Anbau steuert unbehandelte Profile ein“, sagt Frank Politz. Er erklärt den Ablauf: Lkw fahren die Rohprofile ein und legen sie manuell in eine Palette. Dann geht alles hoch automatisch weiter. „Eine Maschine greift das Material. Es wird auf Länge geschnitten, mechanisch bearbeitet und final glatt gezogen“, erklärt Politz. Nun ist es fertig für die Montage. Eine zweite Maschine aus der Halle 11.1 greift sich das Material je nach Bedarf und zieht es an den Arbeitsplatz der Werftarbeiter. „Das ist für den Bauablauf essenziell wichtig. Noch ist das nur mit großem Aufwand möglich.“ Denn einige Teile des Schiffs sind sehr dünn und schwierig zu bauen. Hier sei die neue Technik eine große Hilfe. Zudem wurde an den Lärmschutz der Arbeiter gedacht. Denn das Metall wird nicht gesägt. „Das Plasmaschweißen ist so gut wie lautlos“, sagt der Projektleiter Politz.

Die Halle 11 der MV Werften – Stand September 2018. Quelle: MV Werften

Zunächst war man im Ortsbeirat Warnemünde bei der Vorstellung des Projekts jedoch verwundert. Denn es ist noch nicht lange her, dass der Bau der Halle 11 beantragt, genehmigt und gebaut wurde. „Es ist ein Genehmigungsverfahren, dass sich in mehrere Teilgenehmigungen gliedert. Wir haben eine Genehmigung zum Bau, zum Betrieb und jetzt geht es eben um den Anbau Halle 11.3“, erklärt Axel Klahn vom TÜV Nord. „Der jetzige Antrag wurde gesondert gestellt, weil wir zum damaligen Zeitpunkt mit der Planung noch nicht so weit waren.“ Auch die jetzige Eile können die Verantwortlichen erklären „Wir haben die Möglichkeit bekommen, mit einer Baufirma das Zeitfenster vor Weihnachten zu nutzen“, erklärt Politz. Man wolle so schnell wie möglich loslegen. „Wir waren auch so spät, weil in der Halle so viel tolle Technik steht. Da ist jeder Zentimeter planerisch genutzt.“ Auch der Planer Christian Schulz stellt klar: „Das ist technisch der höchste Standard, den es derzeit gibt.“

Auch die Pläne der Werft, ein Bürogebäude sowie fünf Pausengebäude aufzubauen, stieß auf das Wohlwollen der Gemeinde. „Wir empfehlen uneingeschränkte Zustimmung. Das ist technologisch erforderlich, das ist eingepasst und entspricht baulichen Vorlagen“, sagt Mathias Pawelke vom Bauausschuss des Ortsbeirats. Die sechs zweigeschossigen Gebäude sollen auf dem Areal in Containerbauweise entstehen. Nach OZ-Informationen wird hier ein kleiner einstelliger Millionen-Betrag investiert. In den Containerbüros sollen Meister und Vorarbeiter sitzen. Dieser Antrag wurde ebenfalls in dieser Woche im Ortsbeirat angenommen.

100 Millionen für Rostock

Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 100 Millionen Euro am Standort Warnemünde, davon rund 80 Millionen Euro für die neue Schiffbauhalle.

Mehr als 5000 Passagiere sollen Platz an Bord der hochwertigen „Global Class“-Schiffe haben. 2020 und 2021 sollen die ersten beiden Kreuzliner bereits fertig sein.

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