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Rostock Marine dankt Hansestadt mit Fußballmatch für Partnerschaft
Mecklenburg Rostock Marine dankt Hansestadt mit Fußballmatch für Partnerschaft
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00:15 11.06.2018
Mit Trikotnummer 13 für Deutschland im Einsatz: Eric Schaaf. Die Nationalmannschaft der Bundeswehr traf auf das Team der British Army. Quelle: Fotos: Ove Arscholl
Hansaviertel

. Zwei Geburtstage auf einen Schlag hat die Marine am Sonnabend im Ostsee-Stadion gefeiert: Die Marine wird in diesem Jahr 170 Jahre alt und die Hansestadt Rostock 800. Das sind zwei ausreichend große Anlässe, „um Danke zu sagen für das offene und freundliche Miteinander“.

5000 Zuschauer kamen ins Ostsee-Stadion / Briten gewinnen Begegnung

Der Dank wurde als Fußballspiel im Ostsee-Stadion gezollt, dort trat die Bundeswehr-Nationalmannschaft gegen eine britische Militärauswahl an. Dieses Spiel erlebten circa 5000 Gäste, die sich trotz der hohen Temperaturen zu dem Event auf den Rängen des Stadions eingefunden hatten, und die sich auf ein spannendes Spiel freuen konnten, das von Vizeadmiral Krause und Oberbürgermeister Roland Methling eröffnet wurde.

Das Spiel gewannen die Briten mit 2:0. Sie hatten bereits in der ersten Halbzeit die Tore erzielt. Die Mannschaft der Bundeswehr hatte es vor allem gegen den britischen Torwart schwer. Gekennzeichnet wurde die Partie durch Fairness und viel Ehrgeiz auf beiden Seiten. Die Gäste bestätigten den Sportlern ein großes Engagement.

Anke Geschke genoss bei dem Match vor allem die besondere Atmosphäre: „Das gefällt mir besser als ein volles Stadion“, sagte die Warnemünderin und dankte damit auch den Soldaten der Marine, die bereits seit Januar an der Organisation des Fußballspiels gearbeitet hatten, um das Stadion mieten zu können, die Band Esco zu gewinnen und das Heeresmusikkorps aus Neubrandenburg einzuladen. Die Marine sorgte für alles rund um die Begegnung. Feldjäger sorgten für Sicherheit, Rettungspersonal stand bereit und auch das gesamte Einladungsmanagement musste bewältigt werden. „220 Leute sind heute hier hinter den Kulissen im Einsatz“, sagte Kapitänleutnant Andreas Murken, „dazu kommen dann noch einmal 70 Aktive, die am Programm beteiligt sind.“ Im musikalischen Bereich wurde dabei die 15 Jahre alte Hanna Höfer aus Rethwisch hörenswert aktiv. Die junge Dame sang zu Beginn des Fußballspiels die beiden Nationalhymnen. Dieser Auftritt gefiel Vizeadmiral Krause so gut, dass er der jungen Dame seine „Coin“, eine Dankesmünze, in die Handfläche drückte. Das ist bei der Marine eine ganz besondere Ehrung.

Um den Wert solcher Coins wird Lorenz Caffier wissen, der sich das Fußballspiel auch ansah. Und das dienstlich: Diesmal nicht als Innenminister von MV. Sondern als Wehrübender Kapitänleutnant auf einem Tender verfolgte er das Fußballspiel, wie auch viele andere Rostocker Prominente.

Dagegen musste am Sonnabend Kapitänleutnant Torsten Schroff arbeiten. Er zählte zum Funktionspersonal und begleitete den Abend im Ostsee-Stadion mit Videotechnik. Das war für Schroff einmal eine andere Aufgabe, im Alltag produziert er bei der Marine Ausbildungsfilme. Er hatte schon Stunden beim Tag der Bundeswehr in Hohe Düne gearbeitet, und konnte dann abends zu Beginn des Fußballspiels „mein Auflaufkind“ in Aktion sehen.

Ein gutes Stück militärischer und ziviler Zusammenarbeit zeigten Stadionsprecher Klaus-Jürgen Strupp und Hauptbootsmann Lars Heinze bei dem Spiel Bundeswehr gegen die British Army. Strupp freute sich auf das Spiel, „aber einen Tipp gebe ich nicht ab.“ Der Kollege von der militärischen Seite war da mutiger, lag – rückblickend – aber ganz ordentlich daneben. Das Spiel endete mit einer Serenade und Fackelträgern.

Das Rostocker Friedensbündnis hatte zuvor zu einer Demonstration vor dem Ostsee-Stadion aufgerufen. Der Protest wandte sich gegen den Werbecharakter des Tages der Bundeswehr. Die Polizei zählte 17 Teilnehmer und registrierte einen ruhigen Verlauf der Demo.

Marine wächst weiter

Die Marine hat bislang schon ein bedeutenden Platz im Leben der Hansestadt Rostock eingenommen. Aber dabei wird es nicht bleiben, die Seestreitkräfte werden in der in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock weiter wachsen. In Warnemünde werden für die Bundesmarine fünf weitere Korvetten in Dienst gestellt werden, sie sind dort dann auch beheimatet. In der Hanse-Kaserne entsteht zudem das neue deutsche Führungszentrum Marine, von dem aus künftig die Schiffe, Boote, Flugzeuge und Hubschrauber der Marine geführt werden.

Michael Schißler

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