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Maroder Mühlen-Nachbar soll saniert werden

SCHWAAN Maroder Mühlen-Nachbar soll saniert werden

SchwaanGegensätzliche Nachbarn in der Schwaaner Mühlenstraße: Im Haus Nummer 12 residiert die Kunstmühle mit steigenden Besucherzahlen, das Fachwerkhaus daneben aber wirkt abrissreif.

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Auf die Platten in den Fensterhöhlen des Museumsnachbarn hat die Rostocker Künstlerin Louise Hartmann schon vor Jahren urige Kneipenszenen gemalt. Der Förderverein möchte das Haus neben der Kunstmühle gern für die wachsende Ausstellung herrichten.

Quelle: Jürgen Rösler

Fenster und Türen der ehemaligen Gaststätte sind vernagelt. Als kürzlich die Mitglieder des Kunstmühlen-Fördervereins künftige Vorhaben absteckten, spielte auch der unschöne Nachbar eine Rolle.

„Ich weiß nicht mehr, wo ich die Sachen lassen soll”, sagte Museumschef Heiko Brunner — und entfachte eine Debatte. Er kann nur die Hälfte des Bestands zeigen. Das Haus nebenan könnte man da gut gebrauchen.

Die Kunstmühle hat sich prächtig entwickelt. Ankäufe durch die Stadt, Schenkungen, Leihgaben von Bildern der Maler-Kolonisten um Franz Bunke sowie deren künstlerischer Nachfahren machten das Museum zum Publikumsmagneten. Doch nun wird‘s eng. Die Sanierung des Nebengebäudes würde wohl eine bis zwei Millionen Euro kosten.

Auch Schwaans Bürgermeister Mathias Schauer, der um die Werbewirkung der Kunstmühle für seine Stadt weiß, gefällt die Idee der Erweiterung. Allein: Die Sanierung gibt der Haushalt nicht her. „Wir haben wiederholt versucht, einen Investor für die Sanierung zu finden“, sagte er. Bisher vergebens. Idee des Fördervereins: eine Stiftung gründen, um die Sanierung zu stemmen. Eine Arbeitsgruppe soll im kommenden Monat ein Ersuchen auf den Weg bringen.

Jürgen Rösler

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