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Rostock Mehr Licht für den Nordosten: Stadt plant neue Straßenlaternen
Mecklenburg Rostock Mehr Licht für den Nordosten: Stadt plant neue Straßenlaternen
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09:15 14.03.2018
Der Weg vom Parkplatz am Dierkower Kreuz bis zur Lorenzstraße ist bisher unbeleuchtet. Quelle: Foto: Ove Arscholl
Dierkow/Toitenwinkel

Die Straßenbeleuchtung im Rostocker Nordosten soll ausgebaut werden. Das kündigt das Amt für Verkehrsanlagen an. Vor allem die Beleuchtung von den Haltestellen Katerweg und Dierkow-Zentrum zum neuen Stadtteil- und Begegnungszentrum (SBZ) soll verbessert werden. Geplant sind unter anderem neue Straßenlaternen am Weg von der Haltestelle Dierkow-Zentrum über die Georg-Adolf-Demmler-Straße zum Kurt-Schumacher-Ring. Von der Haltestelle Katerweg soll zudem eine neue Beleuchtung zur Berringer Straße entstehen. Weitere Laternen sind von dieser Haltestelle über die Sportanlage bis zur bereits vorhandenen Beleuchtung am SBZ geplant. Wann die Vorhaben umgesetzt werden, ist offen.

Die Beleuchtung im Nordosten stand zuletzt in der Kritik. „Aussagen, wonach Anwohner in den Abendstunden mittlerweile ein mulmiges Gefühl haben, häufen sich. Auf vielen Wegen ist es um diese Uhrzeit durch die schlechte oder nicht vorhandene Beleuchtung bereits stockdunkel“, sagte Karl Raeuber, Vorsitzender des CDU Stadtbezirksverbandes Nordost. Komplett unbeleuchtet sei der Weg vom Dierkower Kreuz über die Karl-Theodor-Severin-Straße bis zur Lorenzstraße: „Das führt so weit, dass Einwohner sich mit Taschenlampen ausrüsten, um nicht zu stürzen oder anderweitig zu Schaden zu kommen. Bei vielen geht es auch um die Angst, überfallen zu werden“, so Raeuber.

Der Ortsbeirats-Vorsitzende in Dierkow-Neu, Martin Lau (CDU), ergänzte: „Tatsächlich haben wir schon in den vergangenen Jahren immer wieder auf eine zu geringe Beleuchtung in Dierkow-Neu hingewiesen, doch zuletzt sind die Hinweise und Beschwerden unserer Mitbürger deutlich gestiegen. Durch Neubauten wie das Stadtteilzentrum sind zum Teil auch einfach neue Wege entstanden.“

Das Amt für Verkehrsanlagen hält die Kritik für berechtigt. Generell sei die Straßenbeleuchtung im Nordosten aber gut – wie im gesamten Stadtgebiet. Für Verbesserungen fehlten bislang die finanziellen Mittel, so das Amt. Der Fokus liege momentan auf dem Austausch der rund 2000 Betonmast-Lichtpunkte, die durch jahrelange Frosteinwirkungen geschädigt wurden.

Im Vergleich zum Vorjahr sei die Anzahl der Beschwerden über die Beleuchtung im gesamten Stadtgebiet leicht gestiegen, teilt das Amt weiter mit. Die Kritik aus dem Nordosten werde ernst genommen. So sollen Lösungsmöglichkeiten für die Beleuchtung vom Dierkower Kreuz über die Karl-Theodor-Severin-Straße in einer Vor-Ort-Beratung besprochen werden.

Für Kopfschütteln sorgte zuletzt, dass die Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung (RGS) hinter dem Parkplatz an der Demmlerstraße neue Straßenlaternen für rund 20000 Euro zur Verfügung stellen wollte – das Amt für Verkehrsanlagen die Übernahme des Betriebs der Lampen aber ablehnte. Begründung: Das Amt dürfe nur bis zum Parkplatz beleuchten. Dahinter sei das Grünamt für den Spielplatz zuständig, welches aber generell keine Laternen betreibe. RGS-Chefin Sigrid Hecht erklärte dazu: „Das Amt für Verkehrsanlagen macht – wie der Name schon sagt – Licht, wo Verkehrsanlagen sind. Und das Grünamt macht Grün, aber kein Licht.“ Der Konflikt sei aus den Wallanlagen bekannt; dort sei aber eine Lösung gefunden worden.

Ortsbeiratschef Lau unterstrich noch einmal die Notwendigkeit einer neuen Beleuchtung am Spielplatz. „Das ist der kürzeste Weg zum SBZ, daher gehen dort inzwischen sehr viele Menschen lang. Wir wünschen uns daher, dass das Amt diese Realität endlich anerkennt“, so Lau. Die Stadtverwaltung kündigt an, dass das Thema „Beleuchtung von Wegen mit dem Grünamt als Baulastträger“ grundsätzlich geklärt werden soll.

André Wornowski

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