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Meyers Hausstelle Ziel der ersten Heidewanderung

WIETHAGEN Meyers Hausstelle Ziel der ersten Heidewanderung

Selbst leichter Nieselregen konnte 20 Naturfreunde nicht abhalten, an der ersten Heidewanderung des Jahres 2013 teilzunehmen. Stadtforstamtsleiter Jörg Harmuth hatte eingeladen.

Wiethagen. „Wir wollen auch weiterhin zweimal im Jahr mit Interessierten durch die Rostocker Heide gehen“, sagt er. Ihm zur Seite der wohl beste Kenner der Historie der Rostocker Heide, Wilfried Steinmüller.

Das Ziel Meyers Hausstelle wurde nicht erreicht. Zu viel gab es auf dem Rundkurs zu sehen und zu erklären. „Wir sind seit Jahren bei den Waldwanderungen dabei. Es ist interessant, immer wieder erfahren wir Neues“, sagt Walter Olschewski (78), der mit Ehefrau Elfriede aus Sanitz angereist war.

Im Revier Wiethagen ging es über Meyers-Hausstellen-Schneise und den Dwarsweg, die Pöstenschneise und die Ziegenheidenschneise. In der Zeit des Holzeinschlags und der winterlichen Holzabfuhr ein Thema: Wie pflege ich die Forstwege, wie führe ich das Wasser ab? Viel wusste der Forstmann über den Verdrängungskampf der Bäume zu sagen. Interessant zu hören, dass jährlich 36 000 Festmeter Holz nachwachsen und 13 000 bis 15 000 Festmeter genutzt werden. Alte Bäume bleiben stehen, die touristische Nutzung hat hohen Stellenwert. „Uns liegt an einer intelligenten Nutzung der Rostocker Heide.

Der Wald muss nicht ,aufgeräumt‘ sein“, so Harmuth.

Neues erfuhren die Waldwanderer zum Arbeitslager Schwarzenpfost-Steinheide durch Wilfried Steinmüller. Nach den Bombardements auf Rostock wurde die Heinkel-Produktion von 1942 bis 1945 auch in die Heide verlagert. Arbeitskräfte kamen unter anderem aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen. Nach Verschleiß ihrer Kräfte wurden sie zurückgeschafft.

Die Rostocker Heide steckt auch voller Anekdoten. „Die Grundgeschichte zu Mark Twains „Die Eine-Million-Pfund-Note“, später als „Der große Bluff“ verfilmt, hat ihre Ursache in der Rostocker Heide“, erzählte Steinmüller. Danach konnte ein Gast mit einem Tausend-Mark-Schein in Graal-Müritz nicht bezahlen. Zu Fuß schlich er sich nach Rostock, um dort sein Geld zu wechseln. Ende gut, alles gut, eben wie auch die erste Heidewanderung.

Jürgen Falkenberg

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