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Rostock Mit Dünenparkhaus gegen die Gespenster-Diskussion
Mecklenburg Rostock Mit Dünenparkhaus gegen die Gespenster-Diskussion
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00:00 27.01.2018
Mit dem Parken unter den Dünen eröffnet sich die Möglichkeit einer doppelten Promenade.Enno Zeug, Architekt
Warnemünde

Mit einem Plädoyer für „ein anwohnerfreundliches und multipel vernetztes Gesamtkonzept“ fürs Parken im Seebad Warnemünde hat sich der Architekt Enno Zeug an den Bauausschuss der Hansestadt Rostock gewandt – verbunden mit dem Wunsch, dieses Konzept dort zu diskutieren. Zeug will damit „der Gespenster-Diskussion vom Parkplatzsuchverkehr im Ostseebad“

entgegenwirken und schlägt eine Parkebene unter der Düne an der Strandpromenade vor – über die Distanz vom Hotel Neptun bis zum Teepott – einer Strecke von insgesamt 483 Meter. „Denn der Verkehr durch die Suche nach einem Parkplatz wird ausschließlich von den Anwohnern verursacht“, meint der Architekt.

Zeug sieht vor allem im Zusammenhang mit nun wegfallenden oder schon verschwundenen Parkplätzen in der Anastasiastraße, der Alexandrinenstraße und perspektivisch in der Friedrich-Franz-Straße Bedarf für eine solche Parkebene. In der gesamten Diskussion sei man sich einig, dass „der Ortskern frei von Fahrzeugen gehalten werden“ sollte. Nach Zeugs Vorstellungen soll die Promenade in Höhe des Kurhauses untertunnelt werden und dort die Parkebene beginnen, „dann geht es rechts rein in die Düne bis zum Strandpavillon und zurück bis zum Hotel Hübner. Dort kann der Verkehr über die Heinrich-Heine-Straße abfließen“. Die Parkebene soll sich über die Distanz der abgeschobenen Düne erstrecken, erläutert Zeug. Die Parkebene müsste 33 Meter breit sein, sie würde dann 650 Stellplätze bieten. „Ein solches Bauwerk könnte im Rohbau zwischen zwei Sommern fertiggestellt sein“, sagt Zeug. „Das ist ein ganz simpler Fertigteilbau, über den dann wieder der Sand der Düne geschoben werden kann.“ Der Bau einer Park-Ebene unter der Düne und oberhalb des Grundwassers sei kostentechnisch günstig.

Zeug führt ein weiteres Argument für die Parkebene unter der Düne an: Es entsteht eine Doppelpromenade vom Hotel Neptun bis zum Leuchtturm, dies eröffne die Möglichkeit, weitere Gastronomie im Außenbereich anzusiedeln. Zeug geht nicht davon aus, dass das Dünenparkhaus von Touristen genutzt werden könnte: „Das wird der Markt regeln: Die Parkplätze im direkten Strandbereich sind natürlich teurer als die weiter entfernt liegenden.“ Das Dünenparkhaus soll nach den Vorstellungen Zeugs auch gleichzeitig als Basis für die Strandversorgung dienen.

„80 Prozent aller Touristen in Warnemünde nutzen den Strandabschnitt zwischen Neptun und Mole“, erläutert der Architekt: „Und dafür gibt es wesentlich zu wenig Toiletten.“ Der Gast erwarte alle 250 Meter eine Toilettenanlage, so Zeug. Diese Anlagen und die Strandversorgung sollen dann in baulichen Einheiten auf der Parkdüne gebaut werden: „Das könnten einfache Holzkonstruktionen sein.“

Nach seiner Idee sollten die Punkte der Strandversorgung auch gleichzeitig die mit Fahrstühlen ausgerüsteten Zugänge zum Parktunnel sein. Als Standorte hat Zeug eine Fläche in Höhe des Kurhauses und eine weitere in Höhe der Strandkorbvermietung Treichel ins Auge gefasst, der dritte Versorgungskomplex soll dann an der Mole – und damit nicht mehr auf der Parkebene – entstehen.

Michael Schißler

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