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Rostock Mit Naturbildern zum Erfolg
Mecklenburg Rostock Mit Naturbildern zum Erfolg
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17:06 02.11.2018
Jette Müller (33) stellt Naturbilder her und verkauft sie - auch auf dem OZ-Kunsthandwerkermarkt. Quelle: Johanna Hegermann
Rostock

Ein Marienkäfer aus rotem Meerglas, ein Elefant aus Schiefer, zwei Liebende aus Stein: Es sind Situationen, Tiere und Emotionen, die Jette Müller auf den kleinen quadratischen Bildern festhält. Sie ergänzt sie mit feinen Linien und schafft so zauberhafte Naturbilder. Hier investiert sie viel Zeit und vor allem viel Herz.

Vor drei Jahren hat Jette Müller ihr erstes Naturbild aus Fundstücken gefertigt. „Ich wollte meinen Eltern etwas kreatives zum Hochzeitstag schenken“, erzählt die 33-Jährige. Das Geschenk kam gut an und schon wollten auch andere Freunde und Verwandte so etwas haben. Seit 2014 ist Jette Müller mit ihrem Unternehmen „Lichtwärts“ selbstständig. Eigentlich hatte sie vor allem Emaille-Schmuck gefertigt, doch seit einem Jahr ist sie umgesattelt. „Mittlerweile lebe ich von meinen Naturbildern.“

12. OZ-Kunsthandwerkermarkt: Es können sich noch Aussteller bewerben

Der 12. Kunsthandwerkermarktder OSTSEE-ZEITUNG findet am Sonnabend, dem 24. November, von 10 bis 16 Uhr im OZ-Medienhaus in Rostock statt. Bis zu 70 Aussteller werden dann ihre kreativen Arbeiten zum Kauf anbieten. Hier kann man dann das ein oder andere Weihnachtsgeschenk finden. Auch ein Imbiss und Getränke werden dort angeboten.

Es können sich noch Aussteller bewerben. Telefonisch unter 0170/1121421 oder per Mail an mandy.mohrmann@agentur1218.de. Tische müssen mitgebracht werden, Stühle sind vorhanden.

Die Idee ist nicht neu. Auch andere würden Bilder aus Strandfundstücken zusammenstellen. „Aber da fehlt mir die Farbe. Ich möchte den besonderen Pfiff in meine Arbeiten bringen.“ Sie setzt daher auf buntes Meerglas. „Das Material fasziniert mich. Ich finde gerade Glas sehr ästhetisch“, sagt Jette Müller. Rotes Glas sei wie ein Sechser im Lotto. „Das ist wirklich wertvoll und sehr selten.“

Doch woher stammt das Material für ihre Werke? „Ich bin ein Sammler.“ Schon mit vier Jahren habe die Rostockerin damit angefangen. „Alles was glitzert, habe ich mitgenommen. Meine Eltern haben das zum Glück aufgehoben.“ Heute stehen mehr als 40 Setzkästen bei ihr herum. Sie schätzt, dass sie 20 000 bis 30 000 Stücke Seeglas besitzt. „Wer mir zuguckt, der wird verrückt. Für mich ist es geordnet, für andere ist es Chaos.“

„Ich finde es faszinierend, was das Meer formt und designt“, erzählt die Rostockerin. Denn sie betont, dass sie die Stücke nicht bearbeitet. Sie sucht für ihre Arbeiten passende Steine und Glasstücke. „Für den Elefanten aus Schiefer habe ich ein dreiviertel Jahr gebraucht, bis ich die richtigen Steine gefunden hatte.“ Sie habe noch viele Arbeiten im Kopf. „Ich habe einige Häufchen liegen, wo das letzte Stück noch fehlt.“ Als Hobby würde diese Kunst nicht funktionieren, betont Jette Müller. „Ich wurde immer anspruchsvoller und habe mich teilweise tagelang in der Werkstatt eingeschlossen“, erzählt sie lachend. Gerade bei Auftragsarbeiten könne es schon mal länger dauern. „Ich sitze an einem Bild auch mal zwei bis drei Tage.“

Ihren Stil hat Jette Müller allein gefunden. „Ich bin ein totaler Quereinsteiger.“ Eigentlich hatte sie Sport- und Biologie auf Lehramt studiert. Durch einen Unfall konnte sie jedoch nicht mehr trainieren. „Ich habe das nicht so schwer genommen.“ Also hat sie sich drei Jahre zur medizinischen Ernährungstherapeutin ausbilden lassen. Doch sie merkte schnell, dass sie mit ihrer Art aneckt. „Ich bin ein ehrlicher Typ und ich mache nur, womit ich mich identifizieren kann.“ Nach einigen Betriebswechseln schlug sie einen ganz anderen Weg ein. Sie ging nach Berlin in die Gastronomie. Schon damals hatte sie begonnen, sich mehr der Kunst zu widmen. „Weil ich aber mit meinem Hund keine neue Wohnung in Berlin gefunden habe, musste ich zurück nach Rostock.“ Hier angekommen, bemerkte die Rostockerin erst, wie sehr ihr der Ort gefehlt hat. Gerade die Natur und der Strand.

Ihre Schätze verkauft sie dann auf Märkten an interessierte Besucher. „Ich liebe das Gespräch mit den Kunden“, erklärt die Künstlerin. Manchmal gibt sie eine Erklärung zu einem Bild und beantwortet Fragen zu ihrem Beruf. „Es ist ein Geschenk, dass Menschen meine Herzprojekte zu schätzen wissen.“ Sie weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.

Johanna Hegermann

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