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Rostock Mit Urlaubern rollt Arbeit für Pannenhelfer an
Mecklenburg Rostock Mit Urlaubern rollt Arbeit für Pannenhelfer an
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00:00 19.07.2013
Anja Wickel (30) reicht Oliver Janke (30) einen neuen Einsatzauftrag in den Abschleppwagen. Fotos (2): Michael Schißler
Kösterbeck

Bernd Wickel, der für den Automobilclub von Deutschland (AvD) in der Region den Pannen- und Abschleppservice organisiert, blättert seine Unterlagen durch: „Heute sind es seit Monatsbeginn gut 140 Aufträge, die wir erledigt haben“, sagt der 53-Jährige, der auch für zahlreiche Versicherungen und Autohäuser Abschleppaufträge von seinem Schreibtisch aus koordiniert.

Daneben sitzt er aber auch selbst im Pannenhelferwagen und hilft Urlaubern „aus dem Graben und wieder auf die Räder“.

Mit drei Mann sind sie rund um die Uhr im Einsatz, wenn es darum geht, die Fahrt in den Urlaub oder die Heimreise zu sichern. „Häufig ist es so“, sagt der Kraftfahrzeugmeister, „dass die Leute gern Geld für die Reise ausgeben, aber am Auto wird vorher ziemlich gespart.“ Dann ist es eben so, dass die abgefahren Reifen endgültig ihren Dienst quittieren, „und immer wieder kocht der Kühler“, sagt Wickel, der sich darüber wundert, „dass manche mit so einer schwachen Batterie auf eine lange Tour gehen, dass wir selbst im Sommer Starthilfe geben müssen.“

Für den Automobilclub von Deutschland hat Wickel drei Pannenhelferfahrzeuge und sieben Schleppfahrzeuge auf dem Hof stehen, „die drei Pannenwagen sind fast immer im Einsatz, und die Schlepper muss man stehen haben, wenn es einmal hart auf hart kommt“, sagt der Kösterbecker. Abschleppwagen nützen aber nichts mehr, „wenn hier ein Baby gewickelt werden muss“, während seine Männer das Familienauto reparierten. „Dann stellen wir auch unser Büro zur Verfügung“, sagt er lachend.

Aber die eigentliche Arbeit findet auf der Straße statt. Und da hat sich die Situation für den AvD in Rostock verbessert. „Wir haben seit November des vergangenen Jahres auch eine Zweigstelle in Teterow“, sagt Bernd Wickel.

Zunächst ist dort ein Mann beschäftigt, „aber wir haben damit unser Gebiet erweitert und können im gesamten Bereich als AvD schnell auf den Autobahnen sein. „Das ermöglicht uns auch einen optimalen Einsatz unserer Fahrzeuge“, sagt Wickel, der zuvor das Gebiet von Rostock bis Tribsees und Kühlungsborn abdeckte. Heute fährt Wickel nach Stuttgart, „zu einer Werbeaktion um AvD-Mitglieder, denen wir später dann hier helfen können“.

Michael Schißler

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