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Rostock Mit dem Baustart kamen die ersten Käufer
Mecklenburg Rostock Mit dem Baustart kamen die ersten Käufer
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00:25 02.06.2018
Stadtmitte

P. J. McGrath atmet tief durch. „Na endlich“, sagt der Ire. Vor elf Jahren kam er das erste Mal nach Rostock, um über die von ihm gekauften Flächen am Glatten Aal mit der Stadt zu verhandeln. Jetzt nimmt sein Vorhaben deutlich sichtbare Konturen an. Gestern feierte die Randalswood Germany GmbH die Grundsteinlegung für das etwa 45 Millionen Euro teure Hanse-Karree.

90 Wohnungen entstehen im Hanse-Karree am Glatten Aal

Na endlich. Vor elf Jahren war ich das erste Mal in Rostock.P. J. McGrath

Investor

Rostock sei eine Stadt, die immer attraktiver werde, sagt P. J. McGrath, und er wolle mit dem Hanse-Karree seinen Beitrag dazu leisten. 90 Eigentumswohnungen für den laut Unternehmen „gehobenen Anspruch“ entstehen, dazu sieben Gewerbeeinheiten, darunter eine große Einzelhandelsfläche mit einer Größe von 1500 Quadratmetern. Für die Hälfte der Gewerbeflächen gebe es bereits Interessenten, berichtet Jana Blaschka von Engel&Völkers, zuständig für die Vermarktung. „Wir haben zwei heiße Kandidaten als Anker-Mieter.“ Verraten wird noch nichts.

Mit den Bauarbeiten kam das Interesse an den Wohnungen

Seitdem Bauarbeiten zu sehen sind, habe auch das Interesse an den Wohnungen „spürbar“ zugenommen, verrät Jana Blaschka. 59 Prozent seien verkauft oder reserviert. „Die Interessenten kommen vor allem aus der Region.“ Die Wohnungen sind zwischen 28 und 220 Quadratmeter groß, die Preise beginnen bei etwa 100 000 Euro und reichen bis 1,1 Millionen Euro. Ende 2019, hofft Christian Solbrig, Architekt und Randalswood-Geschäftsführer, ziehen die Bewohner und die Nutzer der Läden ein. Größere Hindernisse, wie in der Vergangenheit, erwarte er nicht mehr. So verzögerte sich das Vorhaben beispielsweise durch Probleme bei den erforderlichen archäologischen Grabungen. Es habe unvorhersehbare Ereignisse gegeben, erklärt Investor McGrath. Kritik und lange Diskussionen gab es im Ortsbeirat oder auch in der Bürgerschaft zur Art der Bebauung, die Nutzung und auch zur Gestaltung. Zu den Kritikern gehörte immer wieder auch Bürgerschaftsmitglied Helge Bothur (Linke). „Wir haben viel erreicht und auch Rückgrat gezeigt“, sagte Helge Bothur gestern bei der Grundsteinlegung. Es habe überaus konstruktive Gespräche mit der Stadtverwaltung gegeben, erklärte Christian Solbrig rückblickend.

Investor: Gebäude behutsam in die Umgebung eingepasst

„Wir schaffen hier ein Gebäude, das sich behutsam in die vorhandene Architektur unter Verwendung unterschiedlicher Fenstermuster, Fassadenmaterialien und Balkone einfügt.“ Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) freute sich gestern, dass in der Innenstadt zusätzlicher Wohnraum entsteht. „So viel Platz haben wir dafür im Zentrum nicht mehr.“ Für den bauleitenden Architekten Günter Jobski ist klar, dass keine andere Baustelle in der Stadt so im Fokus des öffentlichen Interesses steht.

Zu den ersten Bewohnern, die Ende 2019 einziehen sollen, gehört Jürgen Penthin. Noch wohnt er in Stäbelow, für ihn war lange klar, dass er seinen Alterssitz wieder nach Rostock verlegt, um ohne Auto zum Beispiel die kulturellen Angebote der Stadt nutzen zu können. „Das Angebot war äußerst attraktiv“, begründet er seine Entscheidung für das Hanse-Karree.

Gespannt dürfte er sein, wie es auf der benachbarten Fläche weitergeht, die aktuell noch als Parkplatz genutzt wird. „Wenn wir mit diesem Bau fertig sind, wollen wir da zügig etwas hinkriegen“, sagt Christian Solbrig.

Alles schon vermietet

Dass der Wind das Redemanuskript von Christian Clausen vom Gerüst wehte, war die heitere kleine Episode am Rande. Ansonsten gab es nur strahlende Gesichter beim Architektur- und Ingenieurbüros Projektmanagement Rostock (PMR). Clausen und sein Partner Alexander Gatzka hatten gestern zum Richtfest in die Bleicherstraße eingeladen. Rund 5,5 Millionen Euro werden aktuell in den Neubau investiert.

In der stadtnahen Lage und bei dem Wohnungsmarkt habe es überhaupt keine Probleme gegeben, die 38 Wohnungen schon jetzt zu vermieten, berichtet Alexander Gatzka. Diese haben ein bis vier Zimmer und sind 38 bis 85 Quadratmeter groß. „Die Wohnungen bleiben alle in unserem Bestand.“

Christian Clausen erinnert an die Anfänge in der Bleicherstraße, als er 2011 in Gummistiefeln den Baustart für das Vorhaben „Wohnen am Alten Güterbahnhof“ verkündete. Inzwischen, sieben Jahre später, hat PMR dort elf Gebäude mit 187 Wohnungen für mehr als 400 Rostocker gebaut. Eine Lücke werde in der Bleicherstraße noch für einen Kunden bebaut, sagt Alexander Gatzka, ansonsten seien die Arbeiten in diesem Bereich abgeschlossen. Arbeit gebe es für die Mitarbeiter des Architektur- und Ingenieurbüros reichlich. So sei das Büro weiter bei dem Projekt Molenfeuer in Warnemünde aktiv und am Bau von Wohnungen in Toitenwinkel und Gehlsdorf beteiligt. „Wer in unserer Branche in der heutigen Zeit nichts zu tun hat, der macht etwas falsch“, erklärt Alexander Gatzka.

Tn Thomas Niebuhr

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