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Mit dem Knurrhahn zum Ja-Wort

Rostock Mit dem Knurrhahn zum Ja-Wort

1000 Trauungen in 2014. 20 Paare heiraten symbolisch auf dem Leuchtturm.

Rostock. Trauungen in der Hansestadt und in Warnemünde werden immer beliebter: Im vergangenen Jahr schlossen 1010 Paare den Bund der Ehe, das sind 30 mehr als im Jahr zuvor.

Hoch ist auch die Zahl der eingetragenen Lebenspartnerschaften. Gaben sich 2013 insgesamt 20 homosexuelle Pärchen das Ja-Wort, waren es im vergangenen Jahr 14 von insgesamt 1010 Ehepaaren. Seit 2001 können gleichgeschlechtliche Paare in Rostock eine Lebenspartnerschaft eintragen lassen. „Wir sind eine Großstadt, und deshalb konzentriert es sich hier“, sagt Standesbeamtin Birte Teegler.

Außer im traditionellen Standesamt sind Eheschließungen an fünf Außenstandorten möglich: in der „Alten Vogtei“ in Warnemünde, im Sporthotel beim Ostseestadion, in der Yachthafenresidenz Hohe Düne sowie im Kurhaus und in der Villa Papendorf. Sechs Monate im Voraus kann das Aufgebot im Standesamt bestellt werden. Anfragen für dieses Jahr gebe es bereits.

20 verliebte Paare ließen sich außerdem auf dem Warnemünder Wahrzeichen, dem historischen Leuchtturm, symbolisch trauen. Für dieses Jahr hat der Leuchtturmverein bereits elf Anmeldungen und eine für 2016 vorliegen. „Bei 20 machen wir aber Schluss. Mehr schaffen wir einfach nicht“, sagt Vorstandsmitglied Walter Vogt. Das Interesse sei aber schon seit Jahren sehr hoch. Einige kämen zum Teil von weit her. Kein Wunder, ist der Aufwand für die Organisatoren doch hoch und die Idee originell: Nach dem Empfang vor dem Turm, an dem ein Banner mit den Namen hängt, wird gemeinsam mit dem Likör „Warnemünder Knurrhahn“ angestoßen.

Anschließend geht es hoch auf die oberste Empore. Dafür müsse man schwindelfrei sein, sagt Vogt. Ein Vereinsmitglied beginnt dann mit der Zeremonie und verbindet die Handgelenke der Heiratswilligen mit einem Seemannsknoten. „Das nennen wir Verbandeln“, so Vogt. Der symbolische Akt sei aber erst vollzogen, wenn das Pärchen die festen Knoten des Banners am Leuchtturm gelöst habe. „Das sorgt immer für viel Spaß“, erklärt er.

 



kas

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