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Mit geputztem Gefieder vor die Preisrichter

Gehlsdorf Mit geputztem Gefieder vor die Preisrichter

70 Züchter zeigten ihre besten Tiere bei der 38. Ostsee-Rassetaubenschau. Fährhaus wurde zum Taubenschlag.

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Ausstellungsleiter Dr. Karl Studier (73) zeigt die preisgekrönte Täubin Wiener Weißschilder in rot von Züchter Dieter Tabel.

Quelle: Ove Arscholl

Gehlsdorf. Vier Tage lang nutzen 670 gurrende Tauben das „Alte Fährhaus“ als Taubenschlag. 70 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg präsentierten bei der 38.

Ostsee-Rassetaubenschau ihre besten Zuchtexemplare. „Hier haben wir die größten Tiere“, sagt Ausstellungsleiter Karl Studier und führt den Besucher zu den Käfigen der weißen Montanban, einer attraktiven Riesentaube. Gleich daneben zeigen die Cauchois ihr blau-bronze oder sulphur geschupptes Federkleid.

Große und kleine, dicke und spacke, aufgeplusterte und zierliche Tauben 60 verschiedener Rassen wurden gezeigt und von acht Preisrichtern bewertet. 97 Punkte gab es für die Besten, dazu eine Urkunde:

Vorzüglich.

Dieses Prädikat erhielt auch ein schwarzgetigerter Deutscher Schautippler von Karl Studier. Der 73-Jährige züchtet seit Kindesbeinen Tauben. Neben dem Schautippler hat er sich auf den Wiener Tümmler farbgestorcht rot und gelb spezialisiert. Die werden nur von etwa fünf Züchtern bundesweit angeboten.

„Nur Flügelspitzen und Schwanz dürfen Farbe zeigen“, erklärt der Dummerstorfer, der jede Taube vor dem großen Auftritt eine halbe Stunde lang putzt und überflüssige kleine Federn entfernt. „Das darf natürlich nicht zu sehen sein“, sagt Studier, der in seinen Volieren zu Hause pro Rasse acht Zuchtpaare hält. „Wenn die Jungen schlüpfen, haben wir schon mal über 100 Tauben“, erzählt er. Etwa zehn Prozent des Bestandes würde tatsächlich für Ausstellungen genutzt, sagt der erfahrene Züchter, die anderen Täubchen landeten auf dem Teller.

Nur wenige Rostocker verirrten sich am Wochenende zur Rassetaubenschau. Dabei gab es viel zu sehen und zu erfahren. Vom Rostocker Tümmler zum Beispiel, einer Taubenrasse, die schon verloren war. „Die ist schwer zu züchten“, räumt Studier ein. Doch nach dem Krieg habe der Rostocker Rassetaubenverein begonnen, diese Tauben wieder zu züchten. „Wir kreuzen heute noch“, so Studier.

Preisgekrönt sind auch die Wiener Weißschilder in rot von Dieter Tabel aus Papendorf. „Damit ist er schon Europameister und Europa-Champion geworden“, erzählt der Ausstellungsleiter. „Dahinter stehen 40 Jahre Zuchtarbeit“, sagt er und nimmt vorsichtig die ausgezeichnete Täubin aus dem Käfig. „Ein wunderschönes Tier“, lobt er.

 



Doris Kesselring

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