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Mit jedem Jahr einen besseren Ausblick

OZ-Schulnavigator Teil 4: Universitas Rostock Mit jedem Jahr einen besseren Ausblick

Die Privatschule setzt auf kleine Klassen – und ein solidarisches Prinzip

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Fronatlunterricht gibt es in der Universitas Privatschule in Rostock nicht. Der Lehrer unterstützt die Schüler zwar, doch die arbeiten selbstständig an ihren Wochenaufgaben. Wer schnell fertig ist, kann sein Wissen vertiefen und spezialisieren.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Direkt gegenüber des Stadthafens steht das Schulgebäude, neben dem Amtsgericht. Für den vierten Teil des OZ-Schulratgebers geht es in die Universitas in der KTV. Wie in einer typischen Schule sieht es schon im Foyer nicht aus. Alles neu, lichtdurchflutet, Musikinstrumente. Die gläserne Fassade gibt den Blick auf die Warnow frei.

Förderangebot: Nachhilfe

Schüler , die mehr Förderung brauchen, bekommen von den Lehrern Nachhilfe. Zudem erlernt jedes Kind an der Universitas ein Musikinstrument. Es gibt auch Austauschreisen ins Ausland und die Schülerzeitung „Versitas“. In verschiedenen AGs können sich die Schüler zusätzlich fortbilden. Durch Referate und Hausarbeiten werden sie auf ein künftiges Studium vorbereitet.

Ausstattung: Whiteboards

Neben einer Werkstatt gibt es an der Universitas auch eine Bibliothek. Zudem hat die Privatschule einen Computerraum und Internetzugang in jedem Raum. In den Klassenräumen finden sich zudem elektronische Whiteboards. Draußen hat die Ganztagesschule einen eigenen Schulgarten. Eine spezielle Aula gibt es nicht, dafür hat die Schule aber einen großen Saal.

Universitas bedeutet Gesamtheit. Gemeint ist die Gesamtheit des Lebens und des Individuums. Das Profil der Schule hat drei Säulen: Leistung, Individualität und Verantwortung. „Wir wollen die Schüler zu selbstbestimmten Menschen erziehen“, sagt Antje Theißen, Schulleiterin der Sekundarstufe. Frontalunterricht gebe es an der Universitas nicht. Stattdessen gibt es Wochenarbeitspläne. Das sei viel effektiver und „Schüler können zeigen, was sie können“. Für die einzelnen Fachbereiche führen die Kinder und Jugendlichen Lerntagebücher und Portfolios.

„Und vor den Herbstferien machen wir immer Projektwochen“, erzählt Schülerin Leonie (12). Das kann zum Beispiel Tanzen oder Malen sein – oder das Thema Olympia. „Die Themen haben wir uns mit überlegt“, sagt Maya (14). Sie diskutierten viel im Unterricht, auch Vorträge spielten eine große Rolle in der Bildung der Universitas. „Wir bereiten unsere Schüler auf das Studium vor“, sagt Dr.

Stephan Maaß, Geschäftsführer und kaufmännischer Leiter der Privatschule. Dazu gehört auch, dass jedes Jahr eine Facharbeit angefertigt wird und Praktika ab Klasse 7.

Maximilian (15) gefällt, dass die Schule bis abends geöffnet hat, und sagt: „Ich nutze es, länger bleiben zu können.“ Die Universitas ist eine Ganztagesschule und bietet eine Betreuung von 7 bis 18 Uhr an. Der Unterricht endet je nach Jahrgang zwischen 14 und 15.45 Uhr. Danach widmen sich die Schüler dem Windsurfing, der Schülerzeitung oder der Musik. „Jedes Kind lernt ein Instrument“, sagt Theißen. Eine Schüler-Band gibt es auch.

Die Schule ist eine gemeinnützige GmbH und ein Familienunternehmen mit Ursprung in der Villa, die noch heute genutzt wird. Sie liegt hinter dem Neubau. Die Schule wächst. „Wir wollen aber ein- bis zweizügig bleiben“, sagt Geschäftsführer Maaß.

Die Eltern zahlen dafür, dass ihre Kinder die Universitas besuchen können. Dem möglichen Vorwurf, dass sich nur Gutverdienende das leisten könnten, setzt Maaß entgegen: „Wir haben hier das Solidarprinzip.“ Wer mehr zahlen kann, zahlt auch mehr – zum Vorteil derer, die weniger haben. Lernmittel sind inklusive. Und: An der Universitas tragen die Schüler einheitliche Kleidung. „Sie muss immer blau-weiß oder schwarz-weiß sein“, erklärt Leonie. Etwa 130 Schüler besuchen die Universitas. 20 Lehrer und vier Betreuer kümmern sich um sie. Die Klassengröße beträgt maximal 16 Schüler pro Klasse.

Der Tagesablauf und Jahresplanung werden rhythmisiert, „um Ruhe und Kontinuität in den Alltag zu bringen“, heißt es auf der Website der Schule. Noch eine Besonderheit: Je höher die Klassenstufe, desto besser der Ausblick auf den Hafen.

Kontakt: Patriotischer Weg 120, Telefon ☎ 0381/ 45828882, E-Mail: mail@universitas-rostock.de.

Infos: www.universitas-rostock.de

Lehrer: kein Frontalunterricht

Die Lehrkräfte müssten an der Universitas etwas mehr leisten, sagen sie, aber genau das gefalle ihnen. Sie sind am Ganztagesprogramm der Schule beteiligt. Sie bilden sich regelmäßig fort und bieten zusätzlich zum Unterricht Nachhilfe an. Die Pädagogen stehen beratend zur Seite, die Schüler arbeiten aber eigenständig an ihren Aufgaben. Lehrer müssen Nichtraucher sein.

Verpflegung: Fleisch bis Salat

Mittags wird an der Universitas Verpflegung angeboten. Eltern und Schüler erarbeiten den Speiseplan gemeinsam mit der Schule. Die Kinder können aus Menükomponenten wählen oder wählen aus verschiedenen Gerichten. Es gibt jeden Tag eine vegetarische Alternative. Das Essen wird heiß geliefert und vor Ort ausgegeben. Das Frühstück wird frisch an der Schule zubereitet.

Freizeitangebot: Wassersport

Die Warnow liegt vor der Tür der Schule. Da liegt Wassersport als Freizeitangebot nahe. Die Schule bietet zum Beispiel Windsurfen an. In Schwimmen, Segeln und Kanu-Polo ist die Schule auch aktiv. Die Schüler können sich auch künstlerisch mit der Musik – zum Beispiel in der Schüler-Band – und mit der Malerei betätigen. Bis 18 Uhr können die Schüler in der Universitas bleiben.

Philip Schülermann

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