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Mittelmole: 2015 sollen sich Baukräne drehen

Warnemünde Mittelmole: 2015 sollen sich Baukräne drehen

OZ-Forum zum Abschluss der Warnemünde Woche — Themen: Wohnungen, Gewerbe, Parkplatz-Not.

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Im Medienzelt war jeder Platz besetzt. Auch Oberbürgermeister Roland Methling (re. stehend) schaute als Zuhörer vorbei.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Warnemünde. Warnemünder Woche und Mittelmole gehören zusammen. Darum gab es gestern zum Abschluss der großen Fest- und Sportwoche ein öffentliches Forum der OSTSEE-ZEITUNG zur Zukunft der Mittelmole.

Das Riesenprojekt — Wohnen, Segelsport und Kreuzfahrt-Tourismus an diesem Standort zu vereinen — nimmt immer konkretere Formen an. „Für einen Baubeginn im Jahr 2015 sind wir auf einem guten Weg“, sagte Ralph Müller, der das Rostocker Amt für Stadtplanung leitet. Und auch der Eigentümer der Fläche, die Rostocker Wohnungsgesellschaft Wiro, geht bei diesem Zeitplan mit. „Wir können uns vorstellen, dass 2015 oder 16 das erste Gebäude auf der Mittelmole fertig sind“, so Geschäftsführer Ralf Zimlich. Wobei er betonte, dass es für sein Unternehmen trotz der Investition von 14,2 Millionen Euro keinen Zeitdruck gebe. „Denn diese Fläche rechnet sich auch jetzt wie keine andere in unserem Bestand.“

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Um die Qualität der Warnemünder Woche halten zu können, brauchen wir weiter die Standflächen.“Holger Martens, Warnemünder Segelclub

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Neben Stadtplaner Ralph Müller und Wiro-Chef Ralf Zimlich waren gestern im voll besetzten Medienzelt Regine Pentzien vom Ortsbeirat, Jörg Drenkhahn vom Handels- und Gewerbeverein und Holger Martens vom Warnemünder Segelclub (WSC), sowie die Architekten Carsten Nielsen und Martin Zavracky die Gesprächspartner von OZ-Lokalchef Frank Pubantz.

Regine Pentzien unterstrich die Position des Ortsbeirates, keine neuen Ferienwohnungen auf der Mittelmole zu wollen. Ralf Zimlich bestätigte, dass ausschließlich an Mietwohnungen gedacht sei. Auf künftige Mietpreise wollte er sich nicht festlegen. „Es hängt immer davon ab, wie intensiv und teuer man bauen muss“, so Zimlich. Doch er sei sicher, dass die Wiro keine Probleme mit der Vermietung bekommen werde, denn schon jetzt meldeten sich zahlreiche Rostocker bei seinem Unternehmen, die dort sehr gern wohnen wollten.

Über den gemeinsamen Beschluss von Ortsbeirat und Gewerbeverein, nicht mehr als 1000 Quadratmeter neue Gewerbefläche auf der Mittelmole zuzulassen — und den Wunsch des Investors, Gewerbe auf rund 1500 Quadratmetern anzusiedeln, wird es noch Gespräche geben. Wohl auch über die Sorgen der Segler. „Fallen tatsächlich die bisherigen Standflächen weg, ist offen, ob wir die Warnemünder Woche nach wie vor durchführen können“, sagte Holger Martens. Das Domizil des WSC wird jedenfalls auf der Mittelmole bleiben. Auch die Sportschule des Landessportbundes bleibt bestehen. Sie könnte jedoch entlang des Wassers nach Osten verschoben werden, wenn sich ein geeignetes Grundstück findet.

So wie sich die Parksituation im Ostseebad verändern wird — ein Parkraumkonzept soll erarbeitet werden —, ändert sich auch die Hauptzufahrt zur Mittelmole. Die jetzige Straße vom Zollhaus entlang des Alten Stromes über die Bahnhofsvorfläche zur Mittelmole soll zurückgebaut werden. „Wir wollen dort nur noch eine Havariezufahrt ermöglichen“, so Ralph Müller. Der Verkehr solle über die Brücke des Nordkreuzes parallel zum Passagierkai in Richtung Mittelmole erfolgen. Dort entlang der Gleisanlagen könnten auch rund 1000 Stellplätze entstehen.

Doch als ersten Schritt muss die Deutsche Bahn den Umbau des Warnemünder Bahnhofes realisieren. Gleise und Bahnsteige werden für die 320 Meter langen Sonder- und ICE-Züge neu gestaltet. Wobei die Gleisanlagen südlich verschoben werden, damit der Nordbereich gleisfrei wird.

Nächste Schritte
Der erste Preis beim städtebaulichen Wettbewerb für die Mittelmole ging an das Büro Böge Lindner K2 Architekten , zusammen mit dem Landschaftsplanungsbüro Dieter Schoppe und Partner, beide aus Hamburg. Die Sieger wurden jetzt von der Stadtverwaltung beauftragt, einen Funktionsplan vorzulegen. Dabei soll ihr Entwurf den konkreten Bedingungen angepasst werden. Parallel entwickelt die Hansestadt einen Bebauungsplan für das Areal. Zweimal tagt das „Forum Mittelmole“ noch in diesem Jahr. Die öffentliche Beteiligung an den Plänen soll im ersten Quartal 2014 beginnen.

 

 

Thomas Sternberg

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Rostock
Beim OZ-Forum zur Mittelmole im Medienzelt.

Das OZ-Forum auf der Warnemünder Woche informiert über die nächsten Schritte bei dem Bauprojekt.

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