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Rostock Möbelhaus arbeitet an neuem Auftritt
Mecklenburg Rostock Möbelhaus arbeitet an neuem Auftritt
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00:00 03.09.2013
Tessin

Die Erweiterung des Tessiner Möbelhauses Banuat steht kurz vor der Fertigstellung. Voraussichtlich im November, davon geht Ernst Banuat (66) aus, wird das Geschäft wieder ganz seinen Kunden zur Verfügung stehen. „Wir sind zwei Monate im Verzug. Ursprünglich wollten wir schon im Sommer fertig sein. Doch der verhältnismäßig lange Winter hat alles nach hinten verschoben.“ Hinzu sei gekommen, dass viele Handwerker während der Bauphase relativ gut ausgebucht waren. „Anscheinend hatten nicht nur wir die Idee zu bauen“, so Ernst Banuat.

Zusammen mit seiner Tochter Gertrud Banuat (43) gehört ihm das Möbelhaus. Da es Vater und Tochter wichtig war, Baubetriebe und Handwerker aus der Region zu beauftragen, blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich in Wartelisten „einzureihen“, wie er sagt. „Wir leben mit unserem Möbelhaus in der Region und von der Region. Insofern wäre es doch schizophren, wenn wir Handwerker von sonst wo hergeholt hätten“, sagt Banuat. Viele ortsansässige Handwerker und deren Mitarbeiter seien seine Kunden. „Vergeben wir hier die Aufträge an die Unternehmen, stärken wir die Kaufkraft der Region. So einfach ist das“, sagt er.

Demnächst wird es mit dem Innenausbau losgehen. Im Spätsommer 2012 war Baubeginn. Wobei zunächst viel Erde bewegt werden musste, was enorm zeitaufwendig war. Wenn alles samt Innengestaltung fertig ist, werden fünf Millionen Euro investiert sein. Dabei nicht mitgerechnet die vielen Preisnachlässe auf Möbel und Einrichtungsgegenstände zu Beginn des Jahres. Immerhin mussten allein rund 150 Küchen in nur zwei bis drei Monaten unter Preis verkauft werden, um mit den Umbauarbeiten beginnen zu können. Das funktioniere nur, wenn das Unternehmen wirtschaftlich gesund sei, erläutert Ernst Banuat.

Infolge des Erweiterungsbaues wird sich der Tessiner Möbelmarkt in einem völlig neuen Erscheinungsbild präsentieren. „Durch die veränderte Präsentationsfläche bekommt der gesamte Markt einen vollkommen anderen Auftritt mit unzähligen Wohnideen. Die Ansprüche der Leute an einen Möbelmarkt haben sich gewandelt.“ Junges Wohnen, das man sich auch leisten könne, sei stark nachgefragt. „Dem wollen wir gerecht werden. Nichts wird mehr an den alten Markt erinnern“, sagt Ernst Banuat. Shop in Shop heißt das Konzept, das sich auch im gehobenen Segment widerspiegeln wird. Und so werden zukünftig in Tessin Einrichtungsideen gezeigt und Anregungen gegeben samt einem riesigen Küchensektor. Alles farblich auf Accessoires und Sonstiges abgestimmt. Wer sich mit visuell räumlichen Vorstellungen schwertut, dem wird es in Tessin zukünftig leicht gemacht.

„Die Leute haben so die Chance, in puncto Preis, Service und Leistung zu wählen. Wenn wir ihnen das nicht bieten können, wäre es eine Fehlinvestition gewesen“ stellt Ernst Banuat klar. Die Leute sollen im Möbelhaus „ein gutes Einkaufsgefühl haben, sich rundum gut beraten fühlen, auch wenn sie nur mal zum Schauen kommen“. Zumal die Verkehrsanbindung mit der A 20 stimme.

Neue Mitarbeiter gesucht
Im Tessiner Möbelmarkt Banuat sind 80 Mitarbeiter beschäftigt. Durch den Erweiterungsbau ist der Fachkräftebedarf stärker gestiegen als zunächst angenommen, informiert Ernst Banuat.

Weshalb der Möbelmarkt schon jetzt auf der Suche nach weiteren gut ausgebildeten Mitarbeitern sei. In die Erweiterung investiert das Unternehmen rund fünf Millionen Euro.

Claudia Haiplick

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