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Warnemünde Molenfeuer weist Weg zum Wohnpark

Zwei Unternehmer retten altes Seezeichen / Demnächst ziert es ein Gewerbegebäude

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Reinhard Köster (l.) und Jan-Peter Nissen haben das Molenfeuer (im Hintergrund) als Wahrzeichen für den Wohnpark gerettet.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Warnemünde. Rot und weiß, groß und hoch steht das alte Molenfeuer, das von 1903 bis 1962 auf der Mittelmole und anschließend bis 1997 auf der Warnemünder Ostmole den Kapitänen den Weg wies, nun gegenüber dem Hostel Dock Inn im Wohnpark Molenfeuer. „Es soll jetzt das Wahrzeichen für unseren Wohnpark sein“, sagt Reinhard Köster, der gemeinsam mit Jan-Peter Nissen Geschäftsführer und Gesellschafter der Wohnpark am Molenfeuer GmbH ist.

Bis das Seezeichen nun ungefähr 1000 Meter von seinem früheren Standort eine neue Heimat gefunden hat, war es eine lange Geschichte. „Ich habe über einen Bekannten erfahren, dass dieses alte Molenfeuer in Bramow auf dem Gelände einer Firma liegt“, erzählt Reinhard Köster, der sich dann um das etwa sechs Tonnen schwere Stück bemühte und dabei den Carl-Zeiss-Werken in Jena zuvorkam. Die hätte das Molenfeuer auch gern gehabt – „als Dekoration fürs Inland“, sagt lachend Jan-Peter Nissen. Die Zeiss-Werke hatten in der Vergangenheit die Molenfeuer ausgerüstet.

Köster und Nissen sorgten dann dafür, dass das historische Seezeichen sicher eingelagert wurde. Beide hatten schon damals die Absicht, es später in ihren Wohnpark Molenfeuer zu integrieren. „Das soll jetzt das Eingangstor sein“, sagt Köster, deswegen haben die beiden Geschäftsführer auch einen Platz an der Verkehrsverbindungsfläche in der Nähe der Kletterhalle und des Hostels gewählt. Bevor es dort aber nun die vergangenen Tagen aufgestellt wurde, waren noch allerhand Arbeiten notwendig, sagt Reinhard Köster. „Wir haben Korrosionsschutz machen lassen und wir mussten auch dafür sorgen, dass die Stabilität wieder hergestellt wurde.“ Denn das Molenfeuer sei im Krieg mehrfach beschossen worden, der Metallkörper war dadurch instabil geworden. „Alles in allem haben wir für Restaurierung, Transport und Anstrich um die 65000 Euro ausgegeben“, sagt Jan-Peter Nissen. Aber damit haben sie auch ein Stück der Warnemünder Geschichte erhalten.

Das Molenfeuer hat noch nicht ganz seinen endgültigen Standort erreicht. Nissen und Köster werden es in den Blick der Bewohner und Besucher des Wohnparks rücken. Es soll auf einem ovalen Gebäude stehen, mit dessen Bau Ende Mai/Anfang Juni begonnen werden soll. „In diesem Bauwerk wird es etwa 100 Quadratmeter Gewerbefläche geben, dazu kommen noch einmal 40 Quadratmeter auf der Dachterrasse“, erläutert Jan-Peter Nissen. Nutzungsmöglichkeiten für das Gebäude gibt es in Mengen: 5000 Leute passieren täglich den Bereich.

Michael Schißler

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