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Rostock Moritz Langer verpasst Medaille und erntet trotzdem Lob
Mecklenburg Rostock Moritz Langer verpasst Medaille und erntet trotzdem Lob
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00:09 18.05.2018
Moritz Langer (roter Anzug) – hier bei der deutschen A-Jugend-Meisterschaft – startete erstmals bei einer EM. Quelle: Foto: Marion Stein
Rostock/Skopje

Den (ganz) großen Wurf hat Moritz Langer verpasst. Bei der Kadetten-Europameisterschaft im Ringen, die in diesen Tagen im mazedonischen Skopje stattfindet, hat der Sportler vom PSV Rostock den fünften Platz belegt. Dennoch sagt Lars Abrutat vom PSV: „Moritz hat sich teuer verkauft. Wir sind alle richtig stolz auf ihn.“

Moritz hat sich teuer verkauft. Wir sind alle richtig stolz auf ihn.Lars Abrutat Trainer beim PSV Rostock

Gleich seinen ersten Kampf in der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm verlor der 16-Jährige gegen den späteren Europameister Daniel Zuponian aus Russland. In der Hoffnungsrunde qualifizierte sich der PSV-Ringer mit einem Erfolg gegen den Slowaken Samuel Bucko für den Kampf um Bronze. Diesen verlor Langer dann allerdings gegen Amirli Alihasan, den amtierenden Weltmeister aus Aserbaidschan. „Bei einer etwas günstigeren Auslosung wäre vielleicht etwas mehr drin gewesen“, kommentierte Langer sein Abschneiden.

Ringen sei für ihn alles, seine größte Leidenschaft und alle Bemühungen wert, sagt Moritz Langer. Das Toptalent ist der wohl größte Stolz der Ringerabteilung des PSV Rostock. Dabei trainiert er gar nicht mehr in der Hansestadt. Seit dem laufenden Schuljahr besucht der Schüler das Sportgymnasium in Leipzig und wird dort von Florian Rau betreut, dem Landestrainer Sachsens. Vorher war Langer bereits drei Jahre lang an der Sportschule in Luckenwalde (Brandenburg) aktiv.

„Die Entscheidung war richtig, so früh von meinen Eltern wegzugehen. Das wusste ich schon, als ich sie traf“, sagt der 16-Jährige, der im niedersächsischen Göttingen geboren wurde und vom seinem vierten Lebensjahr an bis nach der sechsten Klasse in Rostock gelebt hat.

Langer weiß genau, was er will. „In diesem Jahr finden die Olympischen Jugendspiele in Argentinien statt. Um dort dabei zu sein, brauche ich eine Medaille bei der EM. Das ist mein großes Ziel“, hatte der extrem ehrgeizige junge Mann vor der Reise nach Skopje gesagt und dafür achtmal in der Woche trainiert. Ob sein Traum nach der verpassten Medaille doch noch in Erfüllung geht, bleibe vorerst abzuwarten, meint Lars Abrutat.

Für die EM hat sich Moritz Langer durch den Gewinn der deutschen A-Jugend-Meisterschaft qualifiziert, die Mitte April im nordbadischen Ladenburg ausgetragen wurde. „Die Gegner dort waren keine Außenseiter“, meinte Langer. Zum Finale gegen Julien Zinser, den EM-Fünften von 2017 und Titelverteidiger, kam es allerdings nicht. Er hatte sich am Knie verletzt. Dafür hatte Langer seinen großen Rivalen aus Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) bereits vorher im Kaderturnier in Kleinostheim (Hessen) besiegt.

„Ich freue mich auf die Europameisterschaft, dann darf ich endlich den Bundesadler auf der Brust tragen“, sagte Moritz Langer kurz vor dem EM-Start am Montag. Angefangen mit dem Ringen hatte er im Alter von fünf Jahren beim PSV Rostock. Und darauf ist er stolz. „Auch wenn ich nächstes Jahr für das Regionalliga-Team des KfC Leipzig ringen werde, wird mein Einzelstartrecht beim PSV bleiben“, sagt der sympathische Blondschopf. Er fühle sich seiner Heimat sehr verbunden. An turnierfreien Wochenenden oder in den Ferien kommt Langer deshalb immer gern an die Ostseeküste. Seine Eltern und der 14-jährige Bruder wohnen noch in Rostock – und auch sein großes Vorbild und früherer Coach Martin Buhz, der einstige Bundesliga-Ringer vom PSV Rostock. „Wir freuen uns sehr, dass Moritz diese Verbindung in seine Heimat hält. Er ist für unsere Nachwuchsringer ein großes Vorbild“, sagt Lars Abrutat.

Unterdessen gehören zum 21-köpfigen Aufgebot des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) in Skopje neben Langer auch zwei Rostockerinnen. Rebekka March (15), amtierende Deutsche Meisterin in der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm, und Angelina Purschke (16), Deutsche Juniorenmeisterin in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm. Beide Mädchen kommen vom SV Warnemünde.

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