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Rostock Mühlendamm-Schleuse soll erhalten bleiben
Mecklenburg Rostock Mühlendamm-Schleuse soll erhalten bleiben
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06:52 10.09.2013
Schleusenwärter ade: Klaus Küter öffnet die Verbindung zwischen Ober- und Unterwarnow schon lange nicht mehr. Quelle: Hartmut Klonowski
Rostock-Stadtmitte

Dauerbrenner Schleuse am Mühlendamm: Auch mehr als vier Monate nach dem OZ-Forum zum Thema ist die Schleuse für Boote eine Sackgasse, von einer Sanierung ist noch keine Rede. Eigentümer ist der Bund. Die Stadt würde den Betrieb einer sanierten Schleuse übernehmen. Das Land ist bereit, sich finanziell zu engagieren. Doch es herrscht Stillstand. Marco Kautz vom Rostocker Kanu-Club möchte deshalb von den Direktkandidaten zur Bundestagswahl wissen, ob es künftig eine Verbindung zwischen Ober- und Unterwarnow geben wird. Diese sagen ja und wollen sich dafür im Bundestag einsetzen.

„Die Schleuse ist für die Wassersport- und Anglervereine sowie für den Tourismus wichtig“, sagt Peter Stein (CDU). „Ich werde den Sachstand aufarbeiten lassen und alles einfordern, was im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes rechtlich und finanziell möglich ist“, sagt Stein und sieht den Bund in einer gewissen Verpflichtung. Auch Steffen Bockhahn (Linke) findet die Schleuse unverzichtbar. „Nach der Bundestagswahl werden wir als Abgeordnete aus der Region einen Anlauf unternehmen müssen, damit der Bund sich zu seiner Verantwortung bekennt. Das Mindeste ist, dass der Bund die Schleuse saniert und an die Stadt überträgt. Das Verkehrsministerium muss Druck auf das Land ausüben, damit Schwerin künftig die Kosten für den Betrieb der Schleuse übernimmt.“

So sieht das auch Hagen Reinhold (FDP):„Im Bundestag werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass im Haushalt Zuschüsse für die Sanierung bereitgestellt und die Gespräche zwischen Berlin und Schwerin über eine Übertragung der Schleuse fortgesetzt werden.“

Grünen-Direktkandidat Harald Terpe setzt auf ein „Betriebskonzept , das zwischen den Bundesinteressen — die Oberwarnow hat keine bundesweite Verkehrsbedeutung — und den lokalen Interessen — touristische Nutzung — vermittelt. Vorstellbar wäre ein Angebot des Landes, den Betrieb zu garantieren, während der Bund die Sanierung der Schleuse finanziert.“

Auch Christian Kleiminger (SPD) steht hinter der Schleuse. „Ich werde mich für den Fall meiner Direktwahl in den Deutschen Bundestag für die anteilige Mittelbereitstellung durch den Bund einsetzen, so wie ich dieses in der 16. Legislaturperiode bereits zum Beispiel für eine Verbesserung der Bahnanbindungen — TEN-Netze, ICE — getan habe.“

Morgen OZ-Wahlspiel im KTC
Mindestrente, Mietpreise, Auslandseinsätze der Bundeswehr: Beim OZ-Spiel zur Bundestagswahl stellen sich die Kandidaten morgen um 17 Uhr im Kröpeliner-Tor-Center (KTC) den Fragen zu internationalen, nationalen und regionalen Themen. Folgende Kandidaten stellen sich: Peter Stein (CDU), Christian Kleiminger (SPD), Steffen Bockhahn (Linke), Harald Terpe (Grüne), Hagen Reinhold (FDP), Michael Slobidnyk (Piraten), Klaus-Dieter Gabbert (Freie Wähler) und Steffen Wiechmann (Einzelbewerber). Sie, liebe Leser, können während des Spiels Ihre Stimme abgeben und mitentscheiden, ob die Bewerber gute Antworten gegeben haben.

Anja Levien

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