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Rostock Museum sucht Sportgeschichten
Mecklenburg Rostock Museum sucht Sportgeschichten
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00:18 24.04.2018
Christoph Wegner und Eckart Peters zeigen ein altes Sportalbum, das in der Ausstellung zu sehen sein soll. Quelle: Foto: Michael Schissler
Warnemünde

Das Heimatmuseum Warnemünde bereitet seine neue Sonderausstellung vor. „Wir werden sie im kommenden Jahr zeigen“, sagte gestern Christoph Wegner, Leiter des Museums – und die Warnemünder dürfen sich jetzt schon freuen, denn es ist ein Thema, das viele ansprechen wird.

„Wir beschäftigten uns mit der Geschichte des Sports im Seebad“, fügte Wegner hinzu. „Die Vorbereitungen dazu sind angelaufen“, so Wegner weiter. Damit ist vor allem Eckart Peters beschäftigt, er ist selbst Mitglied in der Leichtathletikabteilung des SV Warnemünde und hat sich schon recht tief in die Materie eingearbeitet. „Angefangen hat das, als wir zum Vereinsjubiläum die Geschichte des SV Warnemünde aufarbeiten wollten“, erinnert sich Eckart Peters.

Man habe festgestellt, dass es viel geschichtliches Material aus den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gebe – „aber was war eigentlich davor?“ erzählte der 79-Jährige, der noch Männer wie Otto Pietschmann, Ernst Groothuis und Ernst Specht kennen gelernt hat, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg darum bemühten, den Sport wieder zu beleben. Peters selbst weiß, dass man kurz nach dem Krieg noch für Sport in Gruppen eine Genehmigung der Sowjetischen Militäradministration haben musste.

„Aber wir brauchen noch viel mehr Information als wir jetzt haben, vor allem benötigen wir Dokumente wie Mitgliedsausweise oder auch Fotos“, erläuterte Christoph Wegner: „eigentlich alles, was mit dem Warnemünder Sport zu tun hat.“

Erste Ausstellungsstücke sind bereits da. Wegner kann das Sportalbum des Männerturnvereins präsentieren, und auch Eckart Peters hat schon etwas zusammengetragen. Es ist ein Zeitungsartikel über Gerda Kleist, als ihre Tochter ihn las, so berichtet Peters, sei sie erstaunt gewesen, wie sportlich ihre Mutter gewesen war. „Von ihr habe ich dann die Urkunde bekommen“, erzählt Peters, der die Warnemünder nun bittet, in ihren Schränken und Schubladen nachzuschauen, was sie noch zur Sportausstellung im Heimatmuseum beitragen können.

Aber über die verschiedenen Vereine hat Peters schon einiges herausgefunden. „1902 wurde schon der Fußballverein Warnemünde gegründet, löste sich aber bald wieder auf und wurde 1911 als Fußballverein wieder gegründet“, sagte Peters. Einen Segelclub bekam das Seebad 1925, nach 1945 waren die Segler dann zunächst eine Abteilung beim Warnemünder Sportverein. Über den Tennisverein ist eigentlich auch noch wenig bekannt. „Tennis wurde hier schon 1901 gespielt“, hat Peters herausgefunden, aber man war noch nicht als Verein organisiert. Die Tennisplätze habe damals die Badeverwaltung zur Verfügung gestellt.

Eckhart Peters freut sich, wenn er möglichst viele Hinweise und Dokumente aus dem Seebad bekommt, bislang hat er überwiegend in Archiven geforscht.

Vereine gab es in Mengen

Warnemünder, die Eckart Peters helfen wollen, können sich unter ☎ 0381/52667 oder per E-Mail unter kontakt@heimatmuseum-warnemuende.de an das Heimatmuseum wenden und ihr geschichtliches Material zur Verfügung stellen. Dabei könnte eine ganze Menge zusammenkommen. Denn in Warnemünde gab es beispielsweise drei Radfahrerclubs, der erste wurde 1896 gegründet und trug den Namen Möwe. Eine Betriebsportgemeinschaft gab es bereits 1924, sie war bei Arado entstanden. Außerdem gab es einen Motorfahrer-Club, der sich später dem Warnemünder Sportverein anschloss.

Michael Schißler

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