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Rostock Nach 27 Jahren kein Ende in Sicht
Mecklenburg Rostock Nach 27 Jahren kein Ende in Sicht
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00:10 14.02.2018
Warnemünde/

Markgrafenheide. Noch ist es still auf den Türmen der Wasserwacht in Warnemünde und Markgrafenheide. Bis die neue Saison beginnt, vergehen noch Monate.

Das DRK wird wohl auch in Zukunft die Aufsicht über die Rostocker Strände haben. Die Entscheidung dafür fällt morgen. Quelle: Foto: Ove Arscholl

Doch morgen soll im Vergabe- und Liegenschaftsausschuss der Stadt entschieden werden, wer eigentlich in den kommenden Jahren die Wasserrettung für Rostock übernimmt.

Ein Bewerber für den Job in Rostock

Dabei scheint die Antwort bereits festzustehen: Schon seit 27 Jahren hat hier das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Oberhand. Und das soll sich wohl auch in Zukunft vorerst nicht ändern. „Es wurde schon darüber gemunkelt, dass das DRK wieder die Aufgabe übernimmt“, sagt Jürgen Dudek vom Ortsbeirat Markgrafenheide. Denn aus internen Kreisen heißt es, dass das DRK der einzige Bewerber für diese Aufgabe in Rostock sei. In dem entsprechenden Antrag soll es für die Organisation viel Lob gegeben haben. Damit steht dem DRK nichts im Weg.

Da der Liegenschaftsausschuss morgen im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung über die Vergabe entscheidet, halten sich jedoch sowohl die Tourismuszentrale als auch das DRK bedeckt. „Wir als DRK Kreisverband Rostock haben mit unserer Wasserwacht am Interessenbekundungsverfahren zur Absicherung des Badebetriebes an den Rostocker Stränden teilgenommen“, schreibt Stefanie Kasch, Sprecherin des Kreisverbands. Die Entscheidung würde noch ausstehen. „Weitere inhaltliche Aussagen können aufgrund des laufenden Vergabeverfahrens zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden“, heißt es ebenfalls vonseiten der Tourismuszentrale.

DLRG mischt sich (noch) nicht ein

Auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ist als möglicher Interessent von der Stadt angeschrieben worden. „Die Karten werden immer wieder neu gemischt“, sagt Thorsten Erdmann vom Landesverband der DLRG. Doch man habe in diesem Jahr nicht mitgemischt, bestätigt Peter Sieman, Leiter des Zentralen Wasserrettungsdienstes Küste: „Wenn wir wie im Fall Rostock wissen, dass die Wasserwacht gut etabliert ist, dann überlegen wir intensiv, ob es Sinn ergibt, sich zu bewerben.“ Denn mit Dumping-Angeboten neues Terrain zu erschließen, sei für die DLRG Tabu. „Wenn wir über Kampfpreise in Konkurrenz gehen, dann ist die Badesicherheit im Endeffekt der Verlierer.“

Nächste Entscheidung in spätestens fünf Jahren

Laut des Vergabeverfahrens wird nun über die kommenden drei Jahre entschieden. Wenn anschließend beide Vertragspartner eine Verlängerung wünschen, würde die zweimalige Option bestehen, die Zusammenarbeit um je ein Jahr zu verlängern. Damit steht die nächste Entscheidung über die Rettungsschwimmer in spätestens fünf Jahren an.

Ausschließen möchte die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation die Übernahme von Rostock in Zukunft jedoch nicht. „Wir haben jetzt verzichtet, dass heißt nicht, dass wir es nicht irgendwann in Angriff nehmen“, sagt Sieman. Auch Erdmann ergänzt: „Wir sind natürlich bestrebt, an vielen Orten der Küste zum Einsatz zu kommen.“ An rund 25 Badestellen in MV hat die DLRG die Aufsicht übernommen – unter anderem auch in Graal-Müritz, Kühlungsborn und Dierhagen.

Ortsbeiräte sind mit der Wasserwacht zufrieden

„Wir sind nicht an der Entscheidung beteiligt. Die Stadt hält sich bedeckt, dabei wäre es sinnvoll und vernünftig“, sagt Alexander Prechtel vom Ortsbeirat Warnemünde. Eine Änderung wünscht sich Prechtel jedoch nicht herbei. „Wir sind bisher mit der Zusammenarbeit mit dem DRK zufrieden.“ Wenn es Probleme gegeben habe, habe man diese schnell und direkt besprechen können. Dem stimmt auch Dudek aus Markgrafenheide vollkommen zu.

Gerade im vergangenen Jahr habe es in Warnemünde einige Badeunfälle in der Nähe der Mole gegeben. Prechtel ist sich nicht sicher, ob Warnschilder hier allein etwas bewirken können. „Es gibt schon die Möglichkeit, mehr Mittel einzusetzen und einen besseren Service zu leisten“, sagt Prechtel. Hier sieht er die Verantwortung jedoch bei der Tourismuszentrale.

Johanna Hegermann

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